Er ist einer der prominentesten Kulmbacher: der Komponist Horst Lohse, der heute seinen 75. Geburtstag feiern kann.
Geboren am 16. März 1943 und aufgewachsen unterhalb der Plassenburg, startet Horst Lohse bereits in jungen Jahren seine musikalische Karriere. Er studiert am Mozarteum Salzburg und in der Meisterklasse der Würzburger Musikhochschule. Mit 27 gewinnt er den Kompositionswettbewerb der Stadt Stuttgart. Es folgen Preise und Ehrungen auf nationaler und internationaler Ebene.
In seiner Heimat, der er stets verbunden bleibt, erhält Lohse den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung, den E.T.A.-Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg und zuletzt 2012 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, eine der wichtigsten Auszeichnungen für fränkische Kulturschaffende.
Gerne erinnert sich Horst Lohse an seine Kulmbacher Jugendzeit: als Chorleiter in Mainleus und als temperamentvoller Geiger und E-Gitarrist. Im Haus des Kulmbacher Malers Caspar Walter Rauh lernt er seine spätere Frau kennen, Rauhs Tochter Sabine.
Seit den 1970er Jahren werden Lohses Kompositionen auf bekannten Festivals gespielt und im Radio gesendet. Sein jüngstes Auftragswerk für den Bayerischen Rundfunk ist das Quartett "Palingenesis", seine aktuelle CD beim Münchner Label Neos umfasst Orgel- und Orchestermusik sowie ein Rezital mit dem bekannten Schweizer Schauspieler Robert Hunger-Bühler.
Gegenwärtig arbeitet Horst Lohse an einem neuen großen Projekt: der Märchenoper "Sabelita" auf ein Libretto von Michael Herrschel.
An den Ruhestand denkt dieser kreative Kulmbacher übrigens noch lange nicht. Er genießt es, mit seiner Musik den Menschen Freude zu machen - jeden Tag. mh