An eine Uraufführung hat sich sich der Stegauracher Verein "Die Künstlerwerkstatt e.V." gewagt: Im Theresianum in Bamberg feierte das Performance-Theater mit dem Titel "7Bilder" jetzt seine Premiere. Die Autorin und Regisseurin des Theaterstücks, Laura Waldmann, brachte zusammen mit sechs talentierten Schauspielerinnen und Schauspielern ein im wahrsten Sinne des Wortes einzigartiges Stück auf die Bühne. Weitere Aufführungen folgen ab Freitag.
Alle Mitwirkenden bemühten sich im Vorfeld darum, nicht zu viel vom Inhalt des Stückes preiszugeben. Dementsprechend groß war die Neugier darauf. Vor der Vorstellung im Theresianum gab es von Laura Waldmann eine kleine Einführung. "7Bilder" ist kein klassisches Theaterstück, wie man es kennt. Es schlängelt sich kein roter Faden durch eine Gesamthandlung. Dem Zauschauer werden sieben Szenen - die "7Bilder" - gezeigt, die keine Verbindung zu den vorherigen Szenen haben. Das gibt den Eindruck von einer Sammlung an Kurzgeschichten, die alltägliche Situationen widerspiegeln, Gefühle transportieren oder eine völlig andere Atmosphäre erschaffen.


Diverse Stilmittel

Dabei werden verschiedenste Methoden verwendet, die den Zuschauer vollkommen in die Szene eintauchen lassen. Neben der Schauspielerei kommt es ebenso zum Einsatz von Rhythmus, Tanz, Gesang und anderen akustischen Elementen. Und als ob die Schauspieler damit noch nicht genug gefordert werden, müssen sie bei jeder neuen Vorstellung auch noch in eine andere Rolle schlüpfen.
Das ebenfalls einzigartige Konzept bei "7Bilder" beinhaltet, dass jedem Schauspieler zu Beginn jeder Vorstellung eine der sechs Farben zugelost wird, die er oder sie an diesem Abend repräsentiert. Jede Farbe hat eine festgeschriebene Rolle in dem Stück, doch da diese Abend für Abend neu zugelost werden, muss jeder Schauspieler jede Rolle spielen, jeden Rhythmus schlagen und jede Melodie singen können. Dadurch entsteht jeden Abend eine im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige, unwiederholbare Vorstellung, was es durchaus rentabel macht, sich das Stück nicht nur einmal anzusehen. Auch für die Schauspieler ist es jedes Mal spannend, wer mit wem welche Szene spielen darf.


Austausch mit Ensemble

Nach jeder Vorstellung gibt es ein Nachgespräch für alle, die sich mit den Schauspielern und der Autorin und Regisseurin austauschen wollen. Hier ist es auch für die Mitwirkenden interessant, wie dieses völlig neue Konzept eines Theaterstücks auf das Publikum gewirkt hat. Auch Interpretationen des Stücks können hier geäußert und offene Fragen geklärt werden. Am Premierenabend gab es durchweg positive Reaktionen und viel Lob.
"7Bilder" überzeugt mit Humor, Spannung, Vielseitigkeit und mit der Einzigartigkeit jeder einzelnen Vorstellung. red