Insgesamt 3552 vorbestellte Krapfen verluden die Kiwanis-Mitglieder am Rosenmontag früh in ihre Autos und belieferten 55 Kulmbacher Betriebe und Institutionen mit den süßen Köstlichkeiten.
"Nicht nur Firmen haben bestellt, auch Stadt und Landkreis Kulmbach, Altenheime oder Kindergärten", schwärmte Präsidentin Ute Salzwedel. Anfänglich hatten die Organisatoren mit etwa 1000 Krapfen gerechnet. "Jede Menge darüber, so dachten wir, wäre ein guter Erfolg für uns", sagte Kiwanis-Mitglied Anka Lubiato, die die Idee zum 1. Kulmbacher Krapfenschmaus hatte.
Während eines Aufenthalts in Bozen war sie mit Mitgliedern des dortigen Kiwanis-Clubs ins Gespräch gekommen. "In Bozen hatten sie 8000 Krapfen verkauft und 11 000 Euro eingenommen, zwei der dortigen Mitglieder sind Bäcker." Das müsste doch in Kulmbach auch funktionieren, dachte sie und holte Bäcker Fritz Dumler mit an Bord.
"Dass es am Ende so viele Krapfen sein werden, hätten wir nicht gedacht", lachte der Bäckermeister, der mit seinem Trupp bereits am Sonntag um 20 Uhr mit dem Backen angefangen hatte. Da die Aktion derart gut angenommen wurde, plant der Kiwanis-Club eine Fortsetzung im nächsten Jahr - dann wolle man aber mehr Bäcker mit ins Team holen.
Der Erlös aus dem 1. Kulmbacher Krapfenschmaus wird der Kinderbegleitung des Hospizvereins zufließen. "Wir bewundern deren Arbeit und wollen die Ehrenamtlichen beispielsweise bei Fortbildungen unterstützen, die nicht für sie finanziert werden", sagte Ute Salzwedel. Auch wünschten sich die Hospizhelfer einen Kreativkasten, um mit den Kindern schwierige Situationen auf spielerische Weise aufarbeiten zu können.
In seiner Kinderarbeit betreut der Hospizverein schwer kranke Jungen und Mädchen sowie Kinder, die einen Angehörigen verloren haben.