Arkadius Guzy

Die personelle Situation beim TV/DJK - mit rund 2400 Mitgliedern der größte Verein im Landkreis Bad Kissingen - wartet nach wie vor auf eine Lösung. Die Verantwortlichen wollen die Zeit bis zur außerordentlichen Delegiertenversammlung am 20. Juli dazu nutzen, in Gesprächen doch noch Nachfolger für die frei werdenden Vorstandsposten zu finden.
"Noch kann ich keine konkreten Namen nennen", sagte Michael Hannawacker auf Nachfrage. Das sei aber der Pause durch die Pfingstferien geschuldet. Hannawacker, der seit der gescheiterten Vorstandswahl Anfang Mai den TV/DJK zusammen mit seinen Vorstandskollegen kommissarisch leitet, äußerte sich allerdings optimistisch, dass sich Kandidaten finden werden. Mehrere Termine seien bis zum 20. Juli festgelegt worden.
So findet in der Woche nach den Pfingstferien eine Besprechung mit den Beisitzern statt. Dabei geht es um die Aufgabenverteilung. Das soll laut Hannawacker auch ein Signal sein, dass es Bereitschaft zur Mitarbeit gibt. Schließlich entlasten die Beisitzer die Vorsitzenden, indem sie einen Teil der Verantwortung übernehmen. So kümmern sie sich zum Beispiel um den Ehrenamtsausflug.
Nach dem Treffen mit den Beisitzern folgt ein Termin mit den Abteilungsleitungen. Was die einzelnen Abteilungen beitragen können, wird Thema der Gesprächsrunde sein.
Zu der Delegiertenversammlung Anfang Mai hatte der Verein eine Auflistung der Aufgaben, die die Vorstandsmitglieder zu erfüllen haben, mitgeschickt. "Wir werden darüber reden müssen, was die Aufgaben im Einzelnen bedeuten", erklärte Hannawacker. Offenbar gibt es Erklärungsbedarf zu dem Katalog. Es seien nicht so viele Aufgaben, wie es scheint. Und nicht alle Aufgaben müssten regelmäßig erfüllt werden.
Daneben werde im Verein untereinander viel gesprochen, sagte Hannawacker: "Das stimmt mich positiv. Offenbar sind einige aufgewacht." Aber auch außerhalb des TV/DJK findet die Nachfolgesuche Aufmerksamkeit.
Daher erklärte Hannawacker noch einmal, dass der Rückzug der bisherigen Vorstandsmitglieder nicht bedeute, dass im Verein etwas nicht stimme. "Das Gerücht hört man noch immer wieder. Es wird viel hineininterpretiert. Dabei war seit einem Jahr bekannt, dass die Vorstandmitglieder aufhören möchten", sagte Hannawacker.
Bis auf die Geschäftsführerin hatte sich bei der Delegiertenversammlung Anfang Mai die komplette Vorstandsriege nicht mehr zur Wahl gestellt. Die Vereinsämter konnten in der Versammlung allerdings nicht neu besetzt werden.
Gesucht werden Kandidaten für die vier Vorsitzendenposten sowie für das Amt des Schatzmeisters, des Sportwarts und des Öffentlichkeitsreferenten. Außerdem fehlt noch ein Beisitzer. Die neun weiteren Beisitzerstellen konnten besetzt werden.