Der AC Ebern lud die süddeutsche Slalomelite zum ersten Lauf der neu geschaffenen Slalommeisterschaft des Deutschen Motorsportbundes ein. Die zum dritten Mal durchgeführte Veranstaltung honorierten die Fahrer mit einem vollen Starterfeld. Auch diesmal lagen mehr Nennungen als verfügbare Startplätze zum Lauf auf der Strecke des Fahrsicherheitszentrums des ADAC in Schlüsselfeld vor.
Sehr stark präsentierte sich die Gruppe G der seriennahen Fahrzeuge mit 41 Teilnehmern. Ab 8 Uhr ging diese Gruppe an den Start, die zwar mit niedrigen Temperaturen zu kämpfen hatte, jedoch eine trockene Strecke vorfand. Dies sollte sich im Laufe des Tages noch auf das Gesamtklassement auswirken. Der Klassensieg ging an Philipp Varlemann im BMW 323, der für den MSC Pegnitz an den Start geht. Aufgrund der großen Konkurrenz in seiner Klasse übernahm er damit auch vorläufig die Spitzenposition in der DMSB-Slalom-Meisterschaft. Den Gruppensieg machten vier fränkische BMW M3 der E36-Modellreihe unter sich aus. Vierter wurde Martin Rossmann vom OC Würzburg, Dritter Helmut Krämer (MSC Marktredwitz). Der zweite Platz ging mit 2,41 Sekunden Rückstand an Horst Scherzer (MSC Pegnitz) hinter Andreas Krämer vom MSC Marktredwitz in 3:51,43 Minuten nach drei Wertungsläufen.
Für die Gruppe F der verbesserten Fahrzeuge gaben 34 Fahrer ihre Nennung ab. Die Gruppe wurde durch einsetzenden Regen stark durcheinander gewirbelt. Dadurch ging der Gruppensieg nicht wie üblich an die stärksten Fahrzeuge in dieser Gruppe über 2000 Kubikzentimeter Hubraum, sondern an die noch auf trockener Fahrbahn ins Ziel kommenden Autos der Klasse bis 1,6 Liter. Den Sieg holte Christian Laumann vom MSF Solingen. Kevin Böhnlein vom MSC Knetzgau konnte mit seinem bärenstarken Mitsubishi Lancer Evo IX aufgrund der nassen Fahrbahn seine Vorteile nicht ausspielen und belegte "nur" Platz 8 im Gruppenklassement.
Zum Schluss rollte die Gruppe H (35 Nennungen) der stark verbesserten und reinrassigen Rennfahrzeuge an die Startlinie. Während die kleineren Hubraumklassen noch mit der nassen Strecke zu kämpfen hatten, kam den Fahrzeugen der Klassen bis und über 2000 Kubikzentimeter die abtrocknende Strecke zugute.
Der Sieg in dieser Gruppe ging an Mario Fuchs (ASC Ahrweiler) auf Mitsubishi Lancer Evo XI, gefolgt von Hans-Martin Gass (MC Ingolstadt), der mit einem ehemaligen Werks-Audi A3 TFSI des 24-Stunden-Nürburgring-Rennens antritt, und Reinhard Nuber mit BMW 320i WTCC.
Auf Grund der Witterung reichte aber keiner der Fahrer an die Spitzenzeit von Andreas Krämer auf dem seriennahen BMW M3 heran, so dass dieser zum Gesamtsieger gekürt wurde. Obwohl Wind- und Wetterkapriolen das Klassement durcheinander wirbelten, endete die Veranstaltung wie geplant ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Der veranstaltende AC Ebern bekam von allen Teilnehmern und Zuschauern ausnahmslos großes Lob für den Ablauf und die Durchführung. Als nächste Veranstaltung wird der AC Ebern am Pfingstsamstag, 14. Mai, die 19. ADAC-Haßberg-Rallye mit dem Rallyezentrum in Ebern organisieren. red