Erlangen —  Über 25 000 Besucher und Liebhaber grafischer Literatur und Comic-Kunst werden vom 31. Mai bis 3. Juni zum 18. internationalen Comic-Salon-Festival in Erlangen erwartet. Bei der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Veranstaltung sollen nicht nur die Freunde verschiedenster Superhelden, sondern alle Subkulturen des Comics angesprochen werden.
Da die Heinrich-Lades-Halle wegen Sanierungsarbeiten heuer nicht zur Verfügung steht, wird das Festival in die Innenstadt verlegt. Unter anderem auf dem Schlossplatz und auf dem Hugenottenplatz werden für die zahlreich erwarteten Besucher Messezelthallen aufgebaut.


Berühmter Franzose dabei

Etwa 150 Aussteller, darunter Verlage, Agenturen, der Comic-Handel, Künstlergruppen und Comic-Klassen von Hochschulen aus dem In- und Ausland präsentieren ihr Programm dieses Mal im Herzen der Stadt.
Ein besonderer Höhepunkt: Zahlreiche Neuerscheinungen im Comic-Bereich werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Etwa 500 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt kommen nach Erlangen, um live zu zeichnen und auch Bücher zu signieren. Unter anderem wird der in Frankreich als einer der eigenwilligsten Comic-Künstler seiner Zeit gefeierte Marc-Antoine Mathieu vor Ort sein.
"Wir möchten ein hochkarätiges und umfangreiches Ausstellungsprogramm mit Tausenden von Originalzeichnungen im gesamten Stadtgebiet gewährleisten, um Erlangen für vier Tage zu einem einzigartigen Comic-Museum auf Zeit zu machen", erklärt Annika Gloystein, eine der Organisatorinnen. Die Hauptausstellungen werden in diesem Jahr im Kunstpalais, im Kunstmuseum, im Stadtmuseum sowie im Redoutensaal stattfinden.


Vorträge, Workshops und mehr

Das Salon-Programm umfasst darüber hinaus Vorträge, Gespräche und Diskussionen mit Zeichnern, Autoren und Verlegern zu aktuellen Themen des Comic-Markts und zu Schwerpunkten des Salons sowie Comic-Lesungen, Zeichenwettbewerbe, Workshops und vieles mehr. Interessierte Besucher können sich ebenfalls beim Comic-Film-Fest zahlreiche Verfilmungen und Animationsfilme ansehen.
Außerdem findet die Vergabe des Max-und-Moritz-Preises statt. Er wird durch eine unabhängige Fachjury in verschiedenen Kategorien verliehen. Die Jury besteht aus dem Autoren und Dozenten Christian Gasser, Andreas C. Knigge aus Hamburg, Katinka Kornacker aus Hannover, Isabel Kreitz aus Hamburg, Lars von Törne aus Berlin, Christine Vogt aus Oberhausen und Bodo Birk aus Erlangen.


Hella von Sinnen moderiert

Die Max-und-Moritz-Gala beginnt am Freitag, 1. Juni, um 20.30 Uhr im Markgrafentheater und wird von Hella von Sinnen und Christian Gasser moderiert.