Die Vermittlung traditioneller Werte wie Wertschätzung, Kameradschaft und Verlässlichkeit sowie Gemeinschaft und Solidarität sieht Walter Schmidt als Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Rossach als Schwerpunkt seiner Arbeit. Auch die Kriegsgräberfürsorge, die Kameradschaftspflege und das Totengedenken am Volkstrauertag gehören dazu, wie er bei der Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft in seinem Rechenschaftsbericht betonte.


Jugend begeistern

Man wolle vor allem die Jugend durch Gespräche für diese Werte begeistern, betonte Schmidt. Er zeigte sich erfreut, dass er von einigen Mitgliedern trotz hohen Alters aktiv bei seiner Arbeit unterstützt wird. Der Vorsitzende ging auf die Frühjahrs- und Herbstversammlung sowie auf die Kreisversammlung und Bezirksversammlung ein. Außerdem rief er die Fünf-Tagesfahrt ins Riesengebirge in Erinnerung. Das Sommerfest wurde zum ersten Mal auf dem TSV-Gelände durchgeführt. Auch die Weihnachtsfeier hatte die Soldatenkameradschaft im TSV-Sportheim.
Die Kriegsgräbersammlung führten neun Sammler durch, die 1186,55 Euro gespendet bekamen. Die Sammlung sei auch eine gute Werbung für Verein, denn man komme ins Gespräch und könne über den Vereinszweck aufklären.
Der Vorsitzende freut sich, dass die wesentlichen Utensilien - darunter sind auch die Fahnen - der Kameradschaft in einem verschlossenen Raum im Alten Bauhof einen sicheren Platz gefunden haben. Dieser Raum wurde von einem Mitglied saniert. Der Verein hat im vergangenen Jahr drei Mitglieder verloren, so dass die Kameradschaft zurzeit aus 82 Mitgliedern besteht, die im gesamten Itzgrund verstreut sind.
In diesem Jahr sind wieder ein Ausflug sowie ein Pokalschießen und ein Videoabend geplant. Neben der Frühjahrs- und Herbstversammlung finden auch wieder ein gemeinsames Kegeln und ein Sommerfest statt.
Weiter will man am Jedermannschießen in Großheirath und an den Feierlichkeiten der Feuerwehr Buchenrod teilnehmen. Natürlich werden die Kameraden am Volkstrauertag wieder an den Ehrenmälern präsent sein.
Auch eine Weihnachtsfeier und die Teilnahme am Kreisvergleichsschießen stehen wieder im Terminplan.
Kreisvorsitzender Dieter Behncke sucht einen Nachfolger, wie er in seinem Grußwort ausführte. Er informierte weiter über die Vereinsarbeit im Landkreis und über Neues aus dem Bezirksverband, wo auch ein Schriftführer gesucht wird.
Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Rossach ist ein wichtiger Verein in der Gemeinde. Sie gibt den Gedenkfeiern an den Ehrenmälern, die an die Schrecken der beiden großen Kriege erinnern, einen würdigen Rahmen, wofür das Gemeindeoberhaupt einen besonderen Dank aussprach. Außerdem trage der Verein zum kulturellen Leben im Ort bei.


Auszeichnungen

"Ehrungen sind sinnvoll und wichtig. Damit bezeugen wir unsere Anerkennung für unsere Mitglieder. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, über eine längere Zeit einem Verein anzugehören", wie Vorsitzender Walter Schmidt betonte. Gleichzeitig bedauerte er, dass einige Mitglieder nicht anwesend sein konnten. Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Dieter Behncke und dem Bürgermeister konnte der Vorsitzende Walter Schmidt mit seinen Stellvertreter Elmar Schramm die Urkunden und die Treuenadeln überreichen. Für 15-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Lothar Eller und Werner Kruzel. Für 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Bernd Schultheiß, Thomas Krappmann, Ralf Schmidt und Matthias Schirpke.
25 Jahre Mitglied sind Robert Hamburger, Helmut Lang, Hubert Zielonka sowie Uwe Fischer.
Für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Robert Linser, Hans-Dieter Birke, Elmar Lebek und Werner Rößler; 35 Jahre Mitglied sind Gerhard Kanzler, Erwin Bernhardt, Hubert Müllner, Gerold Dinkel und Thomas Fischer. Für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde Herbert Roß.


50 Jahre und mehr dabei

Ein halbes Jahrhundert Mitglied in der Soldatenkameradschaft sind Werner Martin und Werner Zeuch, sogar schon 55 Jahre Mitglied sind Eduard Wenzel, Edwin Arnold, Werner Späth und Rudolf Mania. mst