Oberfranken besitzt eine große Vielfalt an Trachten. Sie sind bis heute ein wichtiger Teil der hiesigen Kultur. Die diesjährige Sonderausstellung "Oberfranken beTRACHTet" des Bauernmuseums Bamberger Land, der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken und des Pfalzmuseums Forchheim zeigt Fotografien von Walter Appelt zum Thema Tracht. Die Sonderausstellung ist vom 25. März bis 31. Oktober zu besichtigen.
Der Industriefotograf Walther Appelt fotografiert für die Erlanger HL-Studios auf der ganzen Welt. Dennoch entwickelte er eine besondere Liebe für Heimat und Tracht, teilt das Landratsamt Bamberg mit. Darin fand er seine Wurzeln, sie ist für ihn ein Stoff gewordener Schatz seiner Heimat. Seit 2016 leitet er den Arbeitskreis Männertracht des Fränkische- Schweiz-Vereins und entwickelt zeitgemäße Trachten.
Nicht nur in Sachen Tracht ist Appelt in ganz Oberfranken unterwegs, er sammelt außerdem historische Trachten und fotografiert Menschen in ihrer Tracht. Darüber hinaus stellt er Posamentenknöpfe her, bestickt Mieder und Westen. In Walther Appelts Trachtenbildern sucht man vergebens ländliche Idylle, sondern wird konfrontiert mit Menschen, die ihre Tracht stolz und mit Würde tragen.


Bei besonderen Anlässen

Die Zeit, als Frauen in Tracht noch zum Straßenbild gehörten, ist auch in der Fränkischen Schweiz schon lange vorbei. Aber noch immer besitzt Oberfranken eine große Vielfalt an historischen und zeitgemäßen Trachten, die in Vereinen, bei Festen und zu privaten Anlässen getragen werden. Mit seinen Fotografien beweist Walther Appelt, wie sich die Menschen auf regionale Traditionen besinnen und Trachten tragen, die auch in unsere moderne Zeit passen.
Die Fotos werden erläutert durch die Texte und Beschriftungen der Museumsleiterin und Trachtenberaterin Birgit Jauernig. Wer sich für die erneuerten Trachten interessiert, findet im zweiten Teil der Schau viele Modelle aus verschiedenen Landkreisen anschaulich auf Figurinen drapiert - eine Anregung für eine neue Trachtenkultur in Oberfranken. red