Der Stadtrat erteilte bei seiner Sitzung am 25. Mai seine Zustimmung zum Vorhaben, in der sogenannten "Heldritter Schweiz" eine Tiny-House-Siedlung zu errichten. Das hatte Günter Leusenrink in einem Leserbrief kritisiert.

Seine Kritik richtete sich in besonderer Weise an die Stadträte von ÖDP und Grünen. Dieser Kritik treten nun die Stadtratsmitglieder Matthias Thumser (ÖDP), Armin Knauf, Werner Zoufal (Grüne/Offener Kreis) in einer Stellungnahme entgegen: An Leusenrink gerichtet schreiben sie:

"Seit mehr als einem Monat sitzen im Bad Rodacher Stadtrat drei Stadträte (Matthias Thumser, ÖDP, Armin Knauf und Werner Zoufal, beide Grüne/Offener Kreis), die sich dem Umwelt- und Naturschutzgedanken eng verbunden fühlen. Es freut uns alle drei außerordentlich, dass es uns in so kurzer Zeit offensichtlich gelungen ist, weite Teile der Einwohner der Stadt Bad Rodach für Umwelt- und Naturbelange stärker zu sensibilisieren. Sie sind ein Beispiel dafür, da Sie sich ja offensichtlich Sorgen um die große Streuobstwiese mit altem schützenswerten Baumbestand auf dem Gelände der unteren Mühle in Heldritt machen - also quasi in Ihrer Nachbarschaft. Auf diesem Gelände ist ein umfangreiches Bauvorhaben geplant, unter anderem der Bau von Tiny Häusern. Dieses Bauvorhaben führt aber auf keinen Fall zu einem Abholzen des alten, schützenswerten Baumbestandes. Die Besitzer und Bauherren, Karin und Aldo Lütgenau, haben sogar eine Ausgleichsfläche von rund 6000 Quadratmetern vorgesehen, auf der unter anderem Bäume gepflanzt werden sollen. Von einer ,Zersiedelung der freien Landschaft' kann auch nicht gesprochen werden. Die Familie Lütgenau lädt Sie sicher gerne zu sich ein, um Ihnen - vielleicht auch in unserem Beisein - ihre Baupläne näher zu erläutern. Bei dieser Gelegenheit könnten wir Ihnen auch anhand einiger Beispiele versuchen darzulegen, dass wir uns nicht nur, wie Sie es in Ihrem Leserbrief schreiben, ,angeblich für Umwelt- und Landschaftsschutz einsetzen.'"

Die Stadtratsmitglieder weisen darauf hin, dass die nächste Stadtratssitzung am 22. Juni stattfindet. Dort wird im öffentlichen Teil der Tagesordnungspunkt Bebauungsplan Untere Mühle Heldritt behandelt. red