Im Rahmen der Konzertreihe "jazz!3" gibt das Timo-Vollbrecht-Quartett am Mittwoch, 18. März, um 20 Uhr im Höchstadter Schlossgewölbe mit Kompositionen aus dem neuen Album "Faces in Places" einen Einblick in die Erfahrungen aus der Welttournee 2019.

Nach einem Konzert in Aleppo ging Timo bei einem Morgenspaziergang verloren. Er traf Muhammed, der ihn wieder zum Hotel brachte. Dieser Begegnung ist beispielsweise der erste Titel gewidmet. Die Touren durch Asien mit Kambodscha und Malaysia sowie Südamerika mit einem Schwerpunkt in Chile sind die Impulsgeber für das neue Album.

Weniger die touristischen Eindrücke als intensive Gespräche mit Einzelpersonen prägen die behutsamen, intimen Klangvisionen, teilen die Veranstalter des Konzerts in Höchstadt mit. Die Widmung der Titel an einzelne Persönlichkeiten belegt die liebevolle, emotionale Ausdruckskraft und lebhafte Energie der Gespräche. Gleichzeitig verbindet sich damit eine zurückhaltende Schlichtheit. Diese Stimmung verbindet die Musiker intensiv, indem sie sich selbst genau zuhören und mit den Zuhörern eine innige Kommunikation aufbauen. Das verhindert natürlich nicht solistische Ausbrüche und virtuose Selbstdarstellungen.

Timo Vollbrecht ist mittlerweile Professor für Jazz und in seiner Heimat New York sehr erfolgreich. Gitarrist Keisuke Matsuno lebt ebenfalls in New York und wird mit seinen spektakulären, rockigen Soli brillieren. Bernhard Meyers spielt einen melodiebetonten Bass. Der Dialog mit dem extravaganten Keisuke wird einer der Höhepunkte dieses Konzerts sein. Schlagzeuger Sebastian Merk hat eine Professur an der Musikhoschschule Dresden. Er gehört zu den führenden Schlagzeugern Deutschlands. red