Ponys, Fohlen, Friesen, Pintos, Alpakas, Kamele und auch Hunde gehören zum Tierbestand des Zirkus Henry. Sie müssen regelmäßig gefüttert werden und bei den fehlenden Einnahmen sind finanzielle Mittel zur Futterbeschaffung knapp. Jetzt kam Hilfe aus dem Internet.

In der Facebook-Gruppe "Magyar Vizsla - Extrem vizslafiziert" wurden in der Weihnachtsaktion 2.0 Kissenhüllen mit einem Vizsla-Kopf und dem Namen des Hundes angeboten. Die Nachfrage war riesig. Diese Kissenhüllen wurden in der FB-Gruppe mit ihren 3500 Mitgliedern verkauft. Für den in Dörfles-Esbach gestrandeten Zirkus machte sich die Coburgerin Madelaine Desombre stark. Sie überzeugte von der Notwendigkeit, den kleinen Zirkus Henry mit einer Futterspende zu unterstützen. Für mehr als 300 Euro wurde Futter gekauft für die Ponys, Friesen und Pintos, die den meisten aus Westernfilmen und Indianergeschichten bekannt sind. Weniger bekannt ist, dass auch Lucky Lukes Pferd Jolly zu den Pintos gehört.

Zum Nachtisch gab es für die kleinen und großen Pferde darüber hinaus noch leckere Möhrchen. Die Hunde können sich auf hochwertiges Trockenfutter freuen. Für die noch jungen Vierbeiner gibt es Spezialnahrung.

"Am 16. März vergangenen Jahres sind wir hier in der Dörfles-Esbach gestrandet", weiß Senior-Chef Georg Frank noch ganz genau. "Corona hat alle geschockt, und die geplanten Auftritte in anderen Städten mussten abgesagt werden. Die Gemeinde und auch die Stadt Rödental haben den Zirkus von Anfang an unterstützt, und auch große Unternehmen ließen sich nicht lange bitten", lobt Georg Frank. Vielen hätten mitgeholfen, damit die Fixkosten geschultert werden konnten. Die Spendenbereitschaft sei sehr gut, dankte Georg Frank.

Nicht zuletzt durch die große Futterspende der Facebook-Gruppe reiche das Futter für die nächsten vier bis sechs Wochen. Wenn man bedenkt, dass ein Kamel - sechs davon hat der Zirkus - sechs Mal so viel frisst wie eine Kuh, dann könne man sich den täglichen Bedarf ausrechnen. Nach der Corona-Zeit will der Zirkus Henry zwei kostenlose Vorstellungen für alle Gönner und Spender an seinem jetzigen Standort als kleine Wiedergutmachung aufführen, so der Senior-Chef. des