Der Verband für Wohneigentum Itzgrund, eigentlich besser bekannt unter Bürger- und Siedlerverein Itzgrund, fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße 4 in Höhe von Lahm. Denn der Fahrradweg, der auch von vielen Urlaubern aus Bad Staffelstein genutzt wird, um in die Biergärten im Landkreis Bamberg zu gelangen, führt in Höhe der Lahmer Kirche über die B 4. Dort müssen Fahrradfahrer an einer sehr unübersichtlichen Stelle die Bundesstraße überqueren, um auf den Fahrradweg in Richtung Bamberg zu kommen. Deshalb ist es dort für die Fahrradfahrer sehr gefährlich.

"Das Fahrrad wird immer attraktiver. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort etwas Schlimmes passiert", betonte der Vorsitzende Stephan Ebert bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Das Landratsamt lehne dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab, informierte er. Dabei wurden in der Versammlung, die Beispiele Großheirath und Rossach angeführt, wo auch Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt wurden. Bürgermeisterin Nina Liebermann kann dies ebenfalls nicht verstehen. Auch in Gleußen am Berg fordert man eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Bürgermeisterin will nicht locker lassen und beides bei der anstehenden Verkehrsschau ansprechen.

Auch zahlreiche Straßenschäden in der Gemeinde wurden in der Versammlung angesprochen. Zurzeit werden die Straßenschäden erfasst. Alle dringlichen Schäden werden schnellstens behoben. Man will dann prüfen, ob man eine Firma beauftragen kann oder ob der Bauhof diese Schäden beseitigen kann, wie die Bürgermeisterin informierte.

Außerdem wurden die Parkprobleme, die bei Veranstaltungen des Reiterhofes in Gleußen auftreten, näher erörtert. Liebermann regte ein gemeinsames Gespräch an, sieht aber zurzeit keine Lösung.

Ärger über Bankschließung

Auf starken Protest in der Versammlung stieß die Schließung der Sparkassen-Filiale in Kaltenbrunn. Gerade für Senioren, für die kein Online-Banking möglich ist, sei dies ein harter Schlag, betonten Teilnehmer der Versammlung. Zur nächsten Sparkassenfiliale nach Untersiemau sei man sehr lange unterwegs. "Wir wurden vor vollendente Tatsachen gestellt", sagte Liebermann und rief dazu auf, sich dagegen mit Anrufen, Leser- und Protestbriefen aktiv gegen die Schließung zu wehren. Der Geldautomat bleibt vorerst erhalten. Doch das Gebäude soll verkauft werden. Wenn dies vollzogen ist, wird wohl auch der Geldautomat in Kaltenbrunn verschwinden, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Einige Teilnehmer wünschen sich deshalb eine Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank, um aus deren Geldautomat kostenfrei an Bargeld zu kommen.

Aus der Versammlung kam der Vorschlag, wenigstens einen Briefkasten für Überweisungen, mit regelmäßiger Leerung, einzurichten. Der Zweite Vorsitzende Reinhard Brandenburger regte an, die Unterführung für Fußgänger unter der B 4 zu verbessern.

Der Vorstand ist sehr erfreut darüber, dass die Vereinsmitglieder die zahlreich vorhandenen Geräte des Vereins sehr gut annehmen und bei großer Nachfrage die Nutzung sogar selbst regeln, wie der Vorsitzende Stepahn Ebert betonte. Das vereinseigene Gerüst soll mit Teilen, die die Vereinskasse um 1000 Euro schmälern werden, erweitert werden.

Im vergangenen Jahr wurde die Motorsäge und der Vertikutierer neu angeschafft. Hierfür habe man vom Bezirksverband einen Zuschuss erhalten, sagte der Vorsitzende.

In der Versammlung wurden Reinhard Brandenburger besonders geehrt. Er ist Gründungsmitglied des Vereins, seit mehr als 20 Jahren als Gerätewart und seit mehr als zehn Jahren als Zweiter Vorsitzender tätig . In Abwesenheit wurde besonders Friedrich Boss gewürdigt, der über 20 Jahre die Kassengeschäfte des Vereins gewissenhaft führte. Beide stellten sich bei den Neuwahlen für diese Positionen nicht mehr zu Verfügung.

Ergebnisse der Neuwahlen

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender: Stephan Ebert; Zweiter Vorsitzender: Joachim Eßlinger (neu); Kassenverwalterin: Michaela Machalke-Wuttke (neu); Schriftführer: Bernhard Väthröder; Gerätewart: Jörg Eppler (neu); Beisitzer: Reinhard Brandenburger (neu); Kassenprüfer: Gerd Wuttke, Manfred Künzel.