Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag stellten Beamte der Erlanger Verkehrspolizei auf der A 3 zwischen Höchstadt und Erlangen bei vier Durchreisenden falsche Dokumente und ein "nicht existentes Auto" fest.
Am Donnerstagvormittag hielten Beamte der Verkehrspolizei kurz nach 10 Uhr einen Pkw mit französischer Zulassung an. Die fünfköpfige Reisegruppe befand sich nach eigenem Bekunden auf dem Weg von Frankreich nach Rumänien. Bei der Kontrolle wurden bei der Überprüfung der Versicherungsbescheinigung Fälschungsmerkmale festgestellt. Eine Nachfrage bei der französischen Polizei ergab, dass in Frankreich weder die Versicherung noch das Fahrzeug bekannt seien.
Die Zulassung war schlicht und ergreifend selbstgebastelt. Der Opel wurde aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer musste nach der Anzeigenaufnahme einen anderen Weg suchen, seine Reise fortzusetzen.
Ähnliche Bastelfreude hatte ein rumänischer Ingenieur an den Tag gelegt, der nachmittags mit seinem Pkw-Gespann angehalten wurde. Der hatte sich die Zulassung für seinen Einachsanhänger selbst zugeteilt, weshalb er 1000 Euro Sicherheitsleistung bezahlen musste. Seinen Anhänger musste er dennoch abstellen und sich erst um eine Zulassung kümmern.
Nachts um 1.47 Uhr wurde bei einem bulgarischen Arbeiter ein falscher Führerschein sichergestellt. Da kam zur Anzeige wegen Urkundenfälschung noch eine wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis dazu.


Profis für Fälschungen

Nur 30 Minuten später musste ein arbeitsloser Ukrainer 300 Euro Sicherheitsleistung bezahlen, da er sich einen gefälschten rumänischen Personalausweis beschafft hatte. Die Beamten der Erlanger Verkehrspolizei sind auf dem Gebiet der Urkundenfälschungen gut ausgebildet, sie stellen jedes Jahr über 100 falsche oder gefälschte Dokumente sicher. pol