Guten Zuspruch hatte die Bürgerversammlung in Sylbach. Über 40 interessierte Bürger, darunter auch einige amtierende und ehemalige Stadträte, kamen ins Dorfgemeinschaftshaus und ließen sich von Bürgermeister Günther Werner (FW) aus erster Hand informieren.
Ein Thema, zu dem viel diskutiert wurde, war die Talstraße. Abgesehen davon, dass dies eine Kreisstraße sei, erklärte Bürgermeister Werner, dass er aus Sicherheitsgründen nicht dafür ist, an der jetzigen Parksituation etwas zu ändern. Mehrfach wurden in der Vergangenheit die an dem steilen Abschnitt der Straße bergaufwärts parkenden Autos kritisiert. Werner ist jedoch der Meinung, dass ein Parken auf der anderen Seite der Straße eine größere Gefahr darstelle, denn die meisten Autobesitzer wohnten auf der Straßenseite, auf der jetzt geparkt wird, und diese müssten sonst die Straße überqueren, um zu ihren Wagen zu gelangen. Außerdem würde sonst auch bergaufwärts schneller gefahren, wenn auf dieser Seite keine Autos mehr stünden, meinte Werner.


Kritik am Lkw-Verkehr

Kurt Ebert, der unweit der Talstraße wohnt, fragte in der Diskussion, ob der Schwerlastverkehr wohl Narrenfreiheit habe. Nach seiner Aussage benutzen täglich zahlreiche Lastkraftwagen die Straße als Durchgangsstraße, was viel Lärm verursache. Außerdem sind es auch viele 40-Tonner, die nach Eberts Beobachtungen die Brücke am alten Rathaus überqueren, obwohl diese nur für maximal 30 Tonnen zugelassen ist. Ulrike Brandl fragte diesbezüglich, ob man nicht den ganzen Lkw-Verkehr aus Sylbach verbannen könne. An der Engstelle der Talstraße, an der auch der Kinderhof Sonnenschein ist, den Brandl betreibt, führen die schweren Laster regelmäßig über den Gehsteig, was eine erhebliche Gefahr für die Kinder und andere Fußgänger darstelle. Hier würden auch die sogenannten Bischofsmützen - das sind die kleinen, roten Fahrbahnbegrenzer aus Plastik - oft umgefahren und beschädigt. Und auch die an der gesamten Engstelle angebrachten rot-weißen Warnlinien am Gehsteigrand seien schon sehr verblasst. Dazu sagte der Bürgermeister, dass neue "Bischofsmützen" schon bestellt seien und sofort nach Lieferung angebracht würden. Auch die Ausbesserung der Warnlinien sei schon in Auftrag gegeben und werde wohl bald ausgeführt.


Hinweise für Bauherren

In Sylbach gibt es 23 unbebaute Baugrundstücke in privater Hand sowie noch einige Leerstände von Wohnhäusern. Hier bat Bürgermeister Günther Werner die Bauplatzbesitzer, sich bei der Stadtverwaltung zu melden, die gerne bei der Vermarktung behilflich sein werde. Außerdem wies Werner auf das Förderprogramm zur Erhaltung, Erneuerung, Verbesserung und Neuschaffung von Bausubstanz zur Wohnnutzung an. Hier kann die Stadt Haßfurt unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss von maximal 10 000 Euro dem Bauherrn gewähren.


Vorbild Zeil

Die Gestaltung des Kreisels an der Südeinfahrt von Sylbach bemängelte Gerhard Häfner. Der Vorsitzende des Siedlervereins fragte, warum die Kreisel in Zeil so schön aussehen, aber in Haßfurt in einem teilweise miserablen Zustand seien. Der Bürgermeister versprach, sich dieses Themas anzunehmen.