Nach einer abwechslungsreichen Landesliga-Partie im Glutofen Dr.-Stocke-Stadion siegten die Memmelsdorfer nicht unverdient mit 3:2, benötigten aber im effektiven Schlussspurt der Coburger eine Portion Glück.
Die Vestekicker versuchten mit dem genesenen Tevin McCullough in vorderster Front das Heft in die Hand zu nehmen und erarbeiteten sich vielversprechende Chancen, die von der Gästeabwehr vereitelt wurden. Mitte des ersten Durchgangs setzten sich die Memmelsdorfer durch schnelles Umschaltspiel gut in Szene und wurden unmittelbar vor dem Pausenpfiff belohnt. Einen Steilpass von Kapitän Michael Wernsdörfer zirkelte Dominik Sperlein in den Lauf von Christopher Sowinski (45. + 1), der keine Mühe hatte, zum 0:1 einzunetzen.
Der Schock saß bei den Hausherren tief. Nachdem sich der ebenfalls sehr effektive Philipp Hörnes am linken Flügel durchgetankt hatte, wehrte Coburgs Keeper Oleksandr Churilov den Ball zunächst ab. Aber Sperlein (51.) roch den Braten und erzielte aus kurzer Distanz mit seinem neunten Saisontreffer das 0:2. Ein Exempel in Sachen Fußball aus dem Lehrbuch zelebrierten Hörnes, Sperlein und Sowinski als Vollstrecker bereits zwei Minuten später: Nach einer Bilderbuchkombination stand's 0:3.
Wer glaubte, die Messe sei gelesen, sah sich getäuscht. Einen Stockfehler von Pascal Schneider (74.) nutzte Carl mit einem perfekten Schlenzer ins lange Eck zum 1:3-Hoffnungsschimmer. Der 2:3-Anschlusstreffer hatte wie das 0:3 Lehrbuchcharakter. McCullough bediente Mosert mustergültig, dieser ließ den Ball auf Carl (83.) abtropfen, der blitzschnell vollendete.
Zweimal lag der Ausgleich für den FCC in der Luft. McCullough visierte vom Torraumeck das Außennetz an. Ein Foul von Dominik Römer an Mosert haarscharf an der Strafraumgrenze wurde mit einem Freistoß geahndet, der knapp über die Querlatte strich.
"Eigentlich schienen wir nach einer starken Anfangsphase der Coburger alles in den Griff zu bekommen. Doch dann haben wir nach einer Stunde das Fußballspielen aufgehört und den Gegner aufgebaut. Das darf nicht passieren", wetterte SVM-Trainer Rolf Vitzthum. hh


SVM holt Ali Dayan

Für das zentrale Mittelfeld kommt Ali Dayan zum SVM. Der 19-Jährige gehörte in Coburg erstmals zum Kader.