Neunkirchen — Die drei verkaufsoffenen Sonntage sollen sich auf die Geschäfte innerhalb des Marktes - aber aus Traditionsgründen inklusive Autohaus Ritter - beschränken, war vom Marktgemeinderat beschlossen worden. Damals erklärte Marijana Dollack, dass mit der Regelung auch das Modegeschäft Naber einverstanden wäre. Nun wollte die CSU erneut über das Thema befinden.
Grund dafür sei eine Fehlinformation, denn laut CSU sei mit der Firma Naber keine Abstimmung getroffen worden. Geschockt war Marijana Dollack, dass ihr Falschinformation vorgeworfen wurde. Sie wiederholte, das Gespräch mit der Firmenchefin habe stattgefunden, und wunderte sich, dass nun der Aussage des Firmeninhabers geglaubt werde.
Rainer Obermeier (CSU) möchte, dass die Firma Naber bei den verkaufsoffenen Sonntagen dabei ist. Andreas Pfister (SPD), der ohnehin kein Freund der verkaufsoffenen Sonntage ist, sieht kein Problem, Naber, der stark investiert habe, die Möglichkeit zum Öffnen zu geben.
Allerdings verwies Anton Spatz (SPD) auf eine Passage im Schreiben des Landratsamts, das es für die beste Lösung hielt, die Verkaufsstellen im Hauptort offenzuhalten. Alles andere könne als Willkür betrachtet und die Gemeinde rechtlich in die Bredouille bringen. Mit 13 zu 6 Stimmen blieb es bei dem Beschluss, die Offenhaltung auf den Bezirk des Hauptorts zu beschränken.


Sauer aufgestoßen

Zwei Artikel aus der Geschäftswelt haben Andreas Pfister aufgestoßen. So ließ ein Elektrogeschäft seine Kunden wissen, dass sie Strafzettel der Kunden für das Halteverbot vor dem Geschäft übernehmen. Das sei ein Aufruf zur Ordnungswidrigkeit, den die Gemeinde nicht hinnehmen dürfe. Geärgert hat er sich auch über die Aussagen eine anderen Geschäfts, das nun schließt. Der Betreiber meinte, seine Geschäftsaufgabe liege an fehlenden öffentlichen Toiletten, kostenlosem WLAN und Parkplätzen.
Bürgermeister Richter sagte dazu, ein Antrag des Elektrogeschäfts liege vor, die Beschilderung zu ändern, damit be- und entladen werden könne. Das habe das Landratsamt abgelehnt.