Kilian von Pezold begrüßt die von der CSU-Landtagsfraktion beschlossene Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs). In einer Stellungnahme kritisiert der CSU-Gemeinderat aus Niederfüllbach allerdings ein "Versagen auf der ganzen Linie" bei diesem Thema. So hätten alle Parteien versagt, die derzeit im Landtag sind, weil sie die "bürgerfeindliche und ungerechte Strabs" nicht nur beschlossen hätten, sondern auch - "aus mangelndem Instinkt" - viel zu lange an ihr festgehalten hätten. Die Regierungspartei und die Staatsregierung haben nach Meinung von von Pezold versagt, "weil sie meinten, die ungerechte Regelung des KAG gegen die Bürger durchzusetzen und die Bürgerproteste in der Machtarroganz einer absoluten Mehrheit aussitzen zu können". Aber auch das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde habe versagt, "weil es versuchte, die Kommunen zur Einführung der Strabs auf Grundlage einer nicht rechtskräftigen Gerichtsentscheidung zwingen zu können und hierbei meinte, mit Drohung von strafrechtlicher Verfolgung und Ersatzvornahme kommunale Entscheidungsträger hier nötigen zu können". Zudem hätten Gemeinderäte und Bürgermeister versagt, "weil sie meinten, sich dem nicht gerechtfertigten Druck des Landratsamtes beugen zu müssen und sich da hinter versteckten, keine Entscheidungsalternative zu haben". Fazit von Pezold: Es seien "einzig und allein" die Bürger gewesen, die ihre Mandatsträger daran hätten erinnern müssen, von welchem Souverän sie ihre Macht geliehen bekommen haben und dass sie allein Bürgerinteressen zu wahren haben." ct