Christiane Reuther

Die Spielzeit der Oberschwappacher Schlosskonzerte wurde mit einem Mozart-Konzert beendet. Der barocke Innenhof, der bis auf den letzten Platz mit 450 Zuhörern gefüllt war, und das ideale Sommerwetter boten optimale Voraussetzungen.
Höhepunkt des Mozartprogramms war das Klarinettenquintett A-Dur KV 581. Die Klänge dieses Meisterwerks werden auch mit "Lächeln hinter Tränen" charakterisiert. Günther Forstmaier, Soloklarinettist der Bamberger Symphoniker, verzauberte die Zuhörer mit seinem berückend schönen Ton und einer perfekten Technik. Das Bamberger Streichquartett mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, der jungen chilenischen Bratschistin Paulina Riquelme, die für Branko Kabadaic einsprang, und Karlheinz Busch musizierte das Quintett mit klanglicher Noblesse und makelloser Technik.
Eröffnet wurde der Abend mit Mozarts großem "Dissonanzenquartett" C-Dur-Quartett KV 465. Wie Busch erklärte, war das einleitende Adagio mit seinen harmonischen Querständen noch im 19. Jahrhundert vollkommen unverständlich. Einige "Fachleute" meinten sogar, Mozart hätte sich geirrt und korrigierten die "falschen" Töne. Doch längst wisse man, dass Mozart gerade diese 22 Takte unerhört kühn erdacht hatte und bereits eine reine Zwölftonreihe abbildete, die erst viel später Arnold Schönberg erfunden zu haben glaubte.
Das Streichquartett musizierte diese Musik überzeugend und mit klanglicher Sensibilität. Besonders fein ausbalanciert war der Dialog zwischen erster Geige und Cello im Andante cantabile. Die berühmte und beliebte "Eine kleine Nachtmusik" setzte einen willkommenen Akzent.
Die Spielzeit 2018/19 bietet wieder ein spannendes Programm. Es gibt noch wenige freie Abonnements. Interessenten können sich an Julian Roth wenden, Telefon 09529/950562, von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 9 Uhr, oder per E-Mail an roth-julian@web.de.