In einer Pressemitteilung beurteilt die CSU-Stadtratsfraktion die aktuelle Entwicklung "rund um den Jahn". Die SpVgg Jahn Forchheim soll von ihrem jetzigen Standort in den Stadt-Norden umziehen.
Es ist nach Meinung der CSU-Stadtratsfraktion absolut zutreffend, wie auch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) herausgestellt habe, dass Sportvereine grundsätzlich gleichberechtigt zu behandeln sind, und zwar auf Grundlage der städtischen Sportförderrichtlinien.
Hierzu hatte die CSU-Stadtratsfraktion zwecks deren Weiterentwicklung im Juni 2016 bereits einen Antrag gestellt. Dieser, so die CSU, wurde bislang "nicht mit der gebotenen Sorgfalt" behandelt, was an sich schon aus der Perspektive des Stadtrats zu denken gebe. "Noch drastischer allerdings erscheint der Umgang der Stadtspitze gegenüber Ehrenamtlichen, die sich zum Wohle ihres Vereins und somit auch im Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren", heißt es in der Pressemitteilung wörtlich, "statt anzuschieben wird abgewartet, statt zu gestalten werden Vorhaltungen gemacht und verdiente Mitbürger diskreditiert." Betreffend Kirschsteins Frage, "was der Führung des Sportvereins an Leistungsfähigkeit noch zuzutrauen ist", stellt die CSU fest: "Die Wirkung dieser Aussage ist gegenüber den Vorständen, allen Vereinsmitgliedern aber auch dem Ehrenamt allgemein irritierend, gegenüber weiteren Beteiligten wie Planern und Investoren möglicherweise desaströs."
Zuhörer eines Neujahrsempfangs, die Visionen über die Kulturentwicklung erwarteten und Häme über einen Sportverein erhielten, hätten sich gewundert.
Nur durch das "konsequente Vernetzen des Vereinsvorstandes und unterschiedlichen Stadtratsfraktionen" sei laut CSU in den letzten Quartalen das Vorhaben im Laufen gehalten worden, was übrigens auch hinsichtlich des Kolpinghauses der Fall sei.
Der Stadtrat versuche konstruktiv inhaltlich zu gestalten und die Richtung im Interesse aller Beteiligten zu bestimmen, für das Tempo jedoch sei die Stadtspitze verantwortlich, dies mit allen Konsequenzen.
Es geht auch um Sportentwicklung und um die Perspektiven von drei Forchheimer Vereinen: ATSV, Jahn und VfB. Aus Sicht der Stadt jedoch muss es mindestens mit der selben Priorität um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gehen, was fraktionsübergreifend als wichtiges Ziel definiert wurde. Hinzu kommt, dass am Ende die Stadt selbst der größte Gewinner ist, unter anderem aufgrund der enormen Wertsteigerung der Grundstücke "zwischen Pechtold-Halle und Königsbad".
"Sollte nun - fünf vor zwölf - aufgrund irgendwelcher Befindlichkeiten das Große und Ganze scheitern, gibt es nur Verlierer", konstatiert die CSU. Soweit dürfe es nicht kommen und dies sollte auch dem Oberbürgermeister bewusst sein. red