In ganz Deutschland steigen die Baukosten - auch in Erlangen ist das zu spüren. Immer wieder muss die Bauverwaltung deshalb Ausschreibungen aufheben. Die ursprünglich für 2017 geplante Sanierung der Schiller- und Löwenichstraße musste beispielsweise auf 2018 verschoben werden, da die Stadt keine vertretbaren Angebote erhalten hatte.
"Bundesweit gab es in den beiden vergangenen Jahren Preissteigerung von durchschnittlich 6,8 Prozent", erläutert Bau- und Planungsreferent Josef Weber. Im Hochbau seien einzelne Gewerke wie Elektrik, Heizung, Lüftung und Sanitär besonders betroffen. Wenn ein Generalunternehmer tätig werde, komme es mitunter zu Steigerungen von bis zu 10 Prozent. "Diese Entwicklung rechtfertigt auch weiterhin eine Ausschreibung nach einzelnen Gewerken. Das ist für die Verwaltung zwar mit deutlich mehr Arbeit verbunden, wird aber gerade vom mittelständischen Handwerk geschätzt und ist ein Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln", so Weber.


Tiefbau besonders teuer

Wie Weber weiter ausführt, liegen die Kostensteigerungen im Tiefbau deutlich höher und lagen bundesweit durchschnittlich bei Werten zwischen 15 und 20 Prozent. "Die Ursache ist die anhaltend gute Baukonjunktur. Auf Grund vielfältiger Förderprogramme mangelt es nicht am Geld, sondern am qualifizierten Personal in allen Bereichen", erklärt Weber. Aktuell werde es für die Verwaltung immer schwieriger, bei großen Projekten eine seriöse Zeitplanung vorzulegen. Weber: "Wir melden dem Stadtrat diese Kostensituation, um dann eine abgewogene Entscheidung zwischen Kosten und Realisierungszeitraum zu erhalten." red