Der Starkregen, der am Abend des 31. Mai in Adelsdorf für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt hat, wird Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 13. Juni, sein. In der zuerst bekanntgegebenen Tagesordnung war die Behandlung dieses Ereignisses nicht vorgesehen, was bei SPD-Gemeinderat Jörg Bubel seiner Aussage zufolge Verwunderung ausgelöst hatte. Da in seinen Augen der Gemeinderat die Pflicht hat, sich mit dem Ereignis gründlich zu befassen, hat er im Namen seiner Partei einen dementsprechenden Dringlichkeitsantrag an Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) gerichtet.
Die SPD möchte unter anderem folgende Fragen beantwortet haben: "Wie war der Ablauf, weshalb waren welche Gebiete betroffen, insbesondere auch Gebiete, die seit Jahren keine Überflutungen mehr hatten? Was waren die Ursachen, ist das Kanalsystem ausreichend groß, waren die Gullys sauber, sind die Einläufe groß genug, sind weitere Gullys erforderlich, zum Beispiel an stark abschüssigen Stellen? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um Überflutungen zu verhindern bzw. zu minimieren?"
Es sei klar, dass noch nicht alle Fragen ausreichend beantwortet werden können, meint Bubel. Aber wichtige Erkenntnisse sollten bereits vorliegen und man habe die Pflicht, den Bürgern aufzuzeigen, wie die Gemeinde die Probleme angehen und Verbesserungen schnellstens erreichen will.
Da den Bürgermeister ähnliche Anfragen von Freien Wählern, CSU und Grünen erreicht haben, teilt er vorab mit, dass er bereits das Ingenieurbüro Brodrecht aus Herzogenaurach, das auch schon die Starkregengefahrenkarten für die Gemeinde Adelsdorf erstellt hat, mit der Untersuchung der Thematik "Starkregenereignis Fronleichnam 2018" beauftragt hat. Das werde er in der Gemeinderatssitzung vor Einstieg in die Tagesordnung mitteilen. Die von den Fraktionen gestellten Fragen werde Ingenieur Reinhard Brodrecht baldmöglichst beantworten.


Alarmsystem wird vorgestellt

Zudem werde die Gemeinde am Dienstag, 19. Juni, um 19 Uhr in der Aischgrundhalle das Starkregenalarmierungssystem allen Mitbürgern vorstellen, zur Verfügung stellen und freischalten. In diesem Zusammenhang werde, analog zum Vorgehen im Baugebiet Läusberg, ein Fragebogen im Amtsblatt veröffentlicht, um zu erfahren, wo es Probleme im Gemeindegebiet gegeben hat oder gibt. Diese Vorgehensweise habe sich schon am Läusberg bewährt. Die Informationen fließen dann in die Starkregengefahrenkarte ein, welche aktuell für die gesamte Gemeinde erstellt wird.
Da durch das Starkregenereignis die Sinkkästen in den Gullys voll sind, habe er eine Sinkkastenleerung angeordnet, teilt Fischkal weiter mit. Diese finde in den kommenden Tagen statt. Außerdem werde er in der Sitzung vorschlagen, die Sinkkästen nicht mehr einmal im Jahr zu leeren, sondern dies im Frühjahr und im Herbst sowie bei Bedarf durchzuführen. red