Die Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv stellt aktuell Ärzten und Pflegeeinrichtungen kostenlos eine sofort einsetzbare digitale Lösung zur Verfügung, um das Ansteckungsrisiko bei direktem Kontakt zu minimieren. Dies bedeutet weniger Aufwand und mehr Zeit für die Behandlung.

Der Verein Oberfranken Offensiv ist mit seinem telemedizinischen Projekt einer der Vorreiter in Deutschland. Aktuell haben sich 34 Mediziner, zwölf Pflegeheime und ein ambulanter Pflegedienst in den Landkreisen Kronach, Wunsiedel und Bayreuth dem Netzwerk angeschlossen. Weitere Kliniken und Krankenhäuser, Pflegedienste, Haus- und Fachärzte werden derzeit eingebunden. Sie alle versprechen sich Erleichterungen im Praxisalltag wie beispielsweise weniger Wartezeiten, mehr Patienten pro Tag und weniger Zeitaufwand für Hausbesuche.

Ergänzung zum Arztbesuch

Der persönliche Kontakt zwischen Patient und Arzt bleibt unverzichtbar. Die Online-Sprechstunde ist keine neue Form des Arztbesuches, sondern eine sinnvolle Ergänzung. In Verbindung mit dem traditionellen Arztkontakt bietet sie die Chance, die gesundheitliche Versorgung grundlegend zu ändern. So sind Ärzte, Pfleger und Patienten physisch nicht mehr ausschließlich an Ort und Zeit gebunden. "Der persönliche und unmittelbare Kontakt zwischen Arzt und Patient ist und bleibt auch in Zukunft unverzichtbar", so die Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Bayerns Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml. "Dank der Online-Sprechstunde müssen Hausarzt und Patient im Pflegeheim aber nicht mehr in jedem Fall persönlich zur ärztlichen Besprechung vor Ort sein." In der aktuellen Situation wird so auch die Ansteckungsgefahr für ältere und pflegebedürftige Patienten minimiert. Der Arzt muss nicht immer in das Pflegeheim und der Patient nicht in die Praxis.

Oberfranken Offensiv installiert die digitale Lösung bei weiteren Pflegeeinrichtungen, Hausärzten und Fachärzte und wird so auch Wegbereiter in der breiten User-Anwendung. Zudem sollen sich Hausärzte und Fachärzte in Zukunft in Telekonsilen austauschen können. Gleichzeitig wird die bestehende digitale Lösung derzeit zertifiziert und mit anderen Telemedizin-Projekten in Oberfranken vernetzt.

Im Verein Oberfranken Offensiv engagieren sich Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Verbände genauso wie Privatpersonen. Die Stärken Oberfrankens vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auszubauen und so die Zukunftsregion Oberfranken mitzugestalten, hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht.