Ein Kraftakt kommt auf die 975 Mitglieder starke Sportvereinigung (Spvg) Ahorn zu, wie Vorsitzender Klaus Leonhardt auf der Hauptversammlung erläuterte. 150 000 Euro werden benötigt für eine neue Heizung im Sportheim, für die Instandsetzung des Sanitärbereiches, für die Erneuerung des Parkettbodens in der Vereinshalle und für die Erneuerung der Außenfassade am Sportheim.

Beim BLSV wurde auf Anraten des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Eberhard Fröbel ein Antrag auf eine 55-prozentige Förderung gestellt über ein Sonderförderprogramm der Bayerischen Staatsregierung. Auf eine positive Zusage wird noch gewartet. Allerdings wurde vom BLSV die Genehmigung eines vorzeitigen Baubeginns bereits erteilt.

Auf eine Förderzusage der Gemeinde Ahorn wird noch gewartet. Neben dem möchte die Sportvereinigung die Finanzierung der 150 000 Euro durch Eigenleistung erbringen und sie hofft auf Spenden.

An Kreditaufnahmen wird nicht gedacht. Sorge bereiten Leonhardt die Mindereinnahmen aus der Corona-Krise, die kräftig an den Rücklagen zehrten, die für die Sanierung gedacht waren. Zurzeit werden bereits Angebote eingeholt.

"Wir hoffen auf eine weitere Lockerung der bisherigen Maßnahmen, um unser sportliches und geselliges Miteinander wie in den vergangenen 110 Jahren erfolgreich und zukunftsorientiert gestalten zu können", meinte Leonhardt.

Ansonsten verwies der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht auf 110 Männer und Frauen, die für den Verein tätig sind. Durch Corona sei ein totaler Stillstand eingetreten, der zu einem Verlust von rund 20 000 Euro führte aufgrund ausgefallener Veranstaltungen. Derzeit wird an einer neuen Vereinssatzung gearbeitet. Ein dickes Lob sprach Leonhardt seinen Funktionären für die glänzende Schüler- und Jugendarbeit aus. Immerhin weist der Verein 271 Mitglieder bis zum 18. Lebensjahr aus.

Recht umfangreich waren die Abteilungsleiterberichte, die von den Verantwortlichen für Handball, Turnen, Fußball, Theater, Darts, Tanzsport, Hockey, Leichtathletik und Gesundheit abgegeben wurden. Sie alle zeugten von einer positiven Arbeit mit besten Platzierungen. Von einer soliden finanziellen Basis konnte Martin Kollmann berichten.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Beyer (SPD) lobte die Vereinsarbeit, wies darauf hin, dass während der Zeit des Lockdowns keine Gebühren für die Benutzung der Dreifachturnhalle in Rechnung gestellt werden für vier Monate, und dass seitens der Gemeinde über eine Förderung der Umbaumaßnahmen am Sportheim noch im Rahmen der Förderrichtlinien entschieden wird.