"Wir müssen uns auch auf dem Land für die Zukunft positionieren", schloss der Eggolsheimer Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) seine Ausführungen auf der Bürgerversammlung in Bammersdorf. Er kündigte an, dass die Gemeinde gerne dabei helfen würde, wenn künftig ein Wirt das Sportlerheim bewirtschaften würde.
Zwar sind die Details noch zu klären, doch der Sportverein steht in Gesprächen mit einem künftigen Wirt aus Forchheim, bestätigte Johannes von Bentzel als Vorstandsmitglied des SV Bammersdorf. "Die Zukunft zeigt, ob es laufen wird", konstatierte Claus Schwarzmann und appellierte an die Bammersdorfer, den Wirt bitte auch davon leben zu lassen.
Ein Bürger wunderte sich, warum der Bammersdorfer Spielplatz nicht zur Bürgerversammlung vorgestellt wurde. Claus Schwarzmann musste zugeben, dass er die Pläne nicht mitgebracht hatte. Er versprach, dass es in Kürze extra eine Abendveranstaltung zu diesem Thema geben werde, an dem auch die Landschaftsarchitektin Sonja Pelz-Lindner anwesend sein werde. Da der Spielplatz pünktlich zum 140. Jubiläum der Bammersdorfer Feuerwehr fertiggestellt sein soll, zeigten sich viele Bammersdorfer daran interessiert.


Landwirt steht Rede und Antwort

Einige Fragen betrafen die Biogasanlage, die nicht nur durch ihren oft unangenehmen Geruch auffiel, sondern auch durch eine gelegentlich hohe Frequenz an Tanklastzügen und anderen Transporten. Dass mit Arnulf Koy ein Landwirt hierbei Rede und Antwort stehen konnte, entlastete den Bürgermeister. Wie lange es noch dauern würde, bis das Nitrat im Grundwasser sei, wollte ein Bürger wissen. Koy entgegnete, dass die jährlichen Bodenuntersuchungen deutlich zeigten, dass keine Nitrate im Boden sind: "Die Stickstoffwerte sind heuer extra niedrig."
Dass sich die Tank- und Rastanlage an der Autobahn 73 noch verhindern lasse, bezweifelte Schwarzmann. Der Bundesverkehrswegeplan sei von der Großen Koalition beschlossen, die auch jetzt wieder regiere. Die gesetzlichen Vorgaben für Lkw-Fahrer sehen vor, dass alle 40 bis 50 Kilometer eine Rastanlage zur Verfügung stehen müsse. "Ein Vertreter der Autobahndirektion wird demnächst im Marktgemeinderat die Planungen präsentieren", kündigte der Bürgermeister an.
Ein weiteres Thema auf der Bürgerversammlung war die Klage der Bammersdorfer über Pferdemist, der auf öffentlichen Wegen oft lange liegen bleibt. Zwar gebe es für Pferde eine Kennzeichnungspflicht, doch die Reiter kommen dieser nur ungenügend nach, bestätigten einige Bürger. "Wenn jemandem etwas auffällt, rufen Sie einfach bei uns an", bot Doris Amon den Bammersdorfern an, "wir kümmern uns dann darum".