Zur Erschließung des ehemaligen Güterbahnhofs und Schlachthofgeländes liegen verschiedene Vorschläge auf dem Tisch: der von Martin Schirmer erarbeitete Rahmenplan, die Ideen vom Vorsitzenden des Coburger Designforums Oberfranken (CDO), Auwi Stübbe, und auch die Vorstellungen der Globe Coburg GmbH. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist es dringend nötig, alle diese Ansätze zu bündeln "und im Rahmen eines aktiven Dialogs das bestmögliche Konzept für Coburg zu finden", wie es in einem Antrag heißt, den die SPD zur nächsten Stadtratssitzung am 28. Juni gestellt hat.
Die Ideen des CDO, die an den diesjährigen Designtagen in einem Modell des Güterbahnhof-/Schlachthofgeländes zu sehen waren, hätten anschaulich deutlich gemacht, welches Potenzial in der Entwicklung dieses Geländes liege, schreiben Bettina Lesch-Lasaridis, Johanna Thomack und Petra Schneider namens der SPD-Fraktion.
"Die dort visualisierten Vorstellungen fanden breiten Zuspruch bei der Bevölkerung. Wer die 30. Designtage besucht hat, konnte feststellen, dass die Coburger diese Visionen mit Interesse und Begeisterung aufgenommen haben." Deshalb sei es der SPD ein besonderes Anliegen, dieses Gebiet "bürgernah, wirtschaftsfreundlich und innovativ" zu entwickeln.
Unabdingbare Voraussetzung sei, dass die Entwicklung des Geländes in der Hand der Stadt Coburg verbleibe, um auf Jahrzehnte hinaus einen Standort für Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit gewährleisten zu können, heißt es in dem Antrag.
Deshalb fordert die SPD-Fraktion, die Stadtverwaltung solle zeitnah die Organisation und Durchführung eines professionell moderierten Workshops unter Beteiligung des Stadtrats und aller maßgeblichen Akteuren wie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Hochschule, der Globe Coburg GmbH, dem CDO, der Wohnbau Stadt Coburg, der Regierung von Oberfranken und weiteren übernehmen. Ziel dieses Workshops müsse es sein, konkrete Handlungsschritte zu erarbeiten und damit Entscheidungen zu folgenden Punkten zu treffen: Weiterentwicklung des Rahmenplans, Verbleib der Grundstücke bei der Stadt/Erbbauverträge, Auslobung eines Wettbewerbs zur Freiflächengestaltung des gesamten Areals unter Berücksichtigung von Fixpunkten wie: Übernachtungsgebäude Bahn, Parkhaus, Globe, Pakethalle samt Umgriff, Zoll, Gebäude der Glaserei Späth, Stellwerk, Villa, Schlachthofhallen im Bestand, sukzessive Entwicklung einzelner Teilbereiche.
Schon lange sei die Stadt Coburg auf der Suche nach einem besonderen Alleinstellungsmerkmal, so die SPD. "Mit einer kreativen Entwicklung des Geländes am Schlachthof/Güterbahnhof kann es gelingen, etwas Zukunftsweisendes, überregional Bedeutsames zu schaffen, um junge Menschen zu halten oder wieder zu gewinnen. Diese Chance darf nicht verspielt werden." rec