Vor dem Hintergrund wachsender Schülerzahlen in Gaustadt sieht die SPD-Stadtratsfraktion große Herausforderungen auf die Stadt zukommen. "Schon jetzt ist die Grenze der Belastbarkeit für Eltern und Schüler in Gaustadt erreicht", so der Fraktionsvorsitzende Klaus Stieringer in einer Pressemitteilung.
Die SPD-Stadtratsfraktion hatte auf Initiative von SPD-Stadträtin Ingeborg Eichhorn Vertreter der Elternschaft, Schule, Verwaltung, Bürgerverein und Awo zu einer öffentlichen Fraktionssitzung der Sozialdemokraten eingeladen. Zahlreiche Bürger und Vertreter der Schule hätten die Gelegenheit genutzt, auf die bereits jetzt sehr angespannte Situation der Betreuung von Grundschulkindern in Gaustadt am Nachmittag hinzuweisen. Werner Dippold, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, habe Bereitschaft signalisiert, die bestehende Angebote der Awo schnellstmöglich auszubauen. "Die Awo wird der Stadt noch im März einen Vorschlag zum Bau eines zusätzlichen Kinderhorts in Gaustadt einreichen", so Dippold. Schon bis 2019 könne man die Probleme der Mittags- und Ferienbetreuung sowie die Herausforderung zusätzlicher Raumkapazitäten für die Schule in Gaustadt lösen, falls die Stadt grünes Licht gebe.
Die SPD-Fraktion fordert die Verwaltung auf, bis zur Schaffung zusätzlicher Hortplätze ausreichende Zwischenlösungen anzubieten, um die Situation in Gaustadt zu entlasten. "Da eine Hortlösung bis zum Beginn des nächsten Schuljahres voraussichtlich nicht zu verwirklichen ist, müssen jetzt Zwischenlösungen gefunden werden", so Heinz Kuntke. Der Nachfrage nach 80 Plätzen für die Mittagsbetreuung stünden nach Angaben der Schulleitung nur rund 45 Plätze zur Verfügung.
"Die SPD-Stadtratsfraktion fordert deshalb die Verwaltung auf, mögliche Räumlichkeiten im Umfeld der Grundschule zu überprüfen, um schnellstmöglich zusätzliche Plätze für eine Mittagsbetreuung zur Verfügung stellen zu können", so Ingeborg Eichhorn. Als mögliche Standorte wurden im Rahmen der öffentlichen SPD Fraktionssitzung Räume im Umfeld der Schule wie das "Rathaus Gaustadt", das Sängerheim, die Hausmeisterwohnung in der Grundschule, der Pfarrsaal der katholischen Kirche vorgeschlagen. "Weiterhin soll in die Untersuchung auch eine Containerlösung auf ihre Machbarkeit einbezogen werden", so Kuntke.
Die Verwaltung möge bis zu den Sommerferien geeignete Vorschläge unterbreiten und die Ergebnisse im Stadtrat zeitnah vorstellen. Dabei solle auch auch auf die Finanzierbarkeit möglicher Alternativstandorte eingegangen werden. red