Zu einem Rundgang durch das Jugendhaus Rabatz hatten sich Vertreter der SPD-Fraktion des Herzogenauracher Stadtrats mit Daniel Birk, dem pädagogischen Leiter des Jugendhauses, verabredet. Birk zeigte zunächst die neuen Räumlichkeiten mit renovierten Böden und erläuterte danach das Tätigkeitsfeld der Jugendarbeit im Rabatz.
Einen großen Zuspruch habe das Jugendhaus bei den 14- bis 17-Jährigen, aber es gebe auch Besucher, die schon 20 Jahre alt sind. Ein wichtiger Bestandteil sei die alltägliche Werbung für das Rabatz und die dortigen Veranstaltungen in sozialen Medien. Den meisten Zuspruch bekomme nicht wie vielleicht vermutet Facebook, sondern Instagram, das die Jüngeren meist nutzen. Es gäbe immer themenrelevante Events und Veranstaltungen, manchmal könne sogar der Eindruck entstehen, das Angebot sei zu groß.
Das Zwischenmenschliche in der Gruppe sei ebenfalls sehr wichtig. Beispielsweise übernähmen viele Jugendliche (etwa 35) verschiedene Aufgabenbereiche wie Thekendienst, Räumarbeiten oder Aufräumarbeiten. Auf die Frage von Curd Blank, wie sich denn das Publikum zusammensetze, antwortete Birk, dass die meisten Besucher Gymnasiasten seien. Warum das so ist, konnte allerdings auch in der großen Runde nicht geklärt werden.
Derzeit sind im Jugendhaus zwei feste Mitarbeiter und ein Praktikant tätig. Altan Kiazim interessierte sich für die Musikanlage und fragte nach der Musikauswahl. Birk erläuterte, dass die vorhandene Musikanlage durch alle Jugendlichen genutzt werden darf, jeder dürfe seine eigene Playlist abspielen. Es gäbe dabei kaum Konflikte über die ausgewählte Musikrichtung. Zudem existiere ein Pauschalvertrag mit der Gema.


Positive Entwicklung

Sandra Wüstner, eine der Gründerinnen des Rabatz, merkte an, dass sich das Jugendhaus seit ihrer Zeit sehr positiv verändert habe, und auch das zusätzliche Angebot, beispielsweise Beratungstermine außerhalb der Öffnungszeiten, würden von den Jugendlichen positiv aufgenommen.
Birk merkte dazu an, dass die Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Ansprechpartner auf der Website veröffentlicht sind. Abschließend berichtete er noch über die gute Zusammenarbeit mit anderen Sozialarbeitern in Herzogenaurach, zum Beispiel des Liebfrauenhauses, die ebenfalls sehr gut sei. red