Bei der Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Thonberg im Gasthaus Schuberth standen die Berichte der Funktionsträger und die Neuwahlen im Mittelpunkt. Hierbei konnten alle Vorstandsmitglieder wiedergewählt werden. Kräftig diskutiert wurde über die derzeitige Parteilage, wobei die Steuergerechtigkeit, die Verkehrsproblematik, die allgemeine Sicherheit sowie der ständige Verlust bei den Landkreisbewohnern im Vordergrund waren.
Vorsitzender Herbert Michalek sprach in seinem Jahresbericht die wichtigsten Ereignisse auf Ortsvereins-, Kreis- und Unterbezirksebene an. Es standen jedoch auch die Bundestagswahlen vom September im Fokus seiner Ausführungen. Der Absturz der SPD auf 20,5 Prozent der Wählerstimmen sei deprimierend. Das Abstimmungsergebnis bei der jetzigen Mitgliederbefragung zu einer Neuauflage der großen Koalition werde am 4. März verkündet werden. Eine GroKo sei nach den Ausführungen des Vorsitzenden kein Allheilmittel, jedoch eine bessere Alternative gegenüber dann möglichen Neuwahlen. Am Sonntag, 8. Juli werden die SPD-Ortsvereine Hummendorf, Thonberg und Weißenbrunn gemeinsam am Festzug der Freiwilligen Feuerwehr Thonberg zum 125. Gründungsjubiläum teilnehmen.
Schriftführer Karl Fößel gab das Protokoll der vorjährigen Hauptversammlung bekannt, und Kassierer Alfons Sünkel berichtete über die Finanzen. Die Kassenprüfer Roland Sünkel und Dieter Wich bescheinigten ihm eine korrekte sowie ordentliche Buch- und Kassenführung.
Bürgermeister Egon Herrmann berichtete über das Gemeindeentwicklungskonzept und zahlreiche gemeindliche Vorhaben. Am Bürgerhaus in Thonberg soll zum Beispiel eine neue Überdachung im Eingangsbereich baldigst angebracht werden. Vorbereiten sollte man sich bereits jetzt für die Kommunalwahlen in zwei Jahren.
Kreisvorsitzender Ralf Pohl referierte kurz über die derzeitige große Politik, die im Moment vom "Ja oder Nein" zur GroKo beherrscht wäre. Dabei gebe es nach seiner Meinung wesentlich wichtigere Punkte, die in der Partei zu lösen wären. Das sind zum einen das Generationsproblem in der Struktur der Mitglieder und die wichtigen Zukunftsbereiche, zum Beispiel die Digitalisierung. Unsere Region sei durch die Abwanderung von jungen und gut ausgebildeten Kräften besonders stark betroffen. Hinderlich zeige sich auch der Stillstand beim Ausbau der B 173. Im anstehenden Landtagswahlkampf bat Ralf Pohl um die Unterstützung und Mithilfe durch den Ortsverein. Die Wahlergebnisse: Vorsitzender Herbert Michalek, Stellvertreter Karl-Heinz Müller, Kassierer Alfons Sünkel, Schriftführer Karl Fößel, Beisitzer: Gemeinderat Manfred Sünkel und Dieter Wich, Revisoren: Ralf Bauernsachs und Roland Sünkel. Delegierte sind die Vorsitzenden. dw