Diese Zahlen lassen aufhorchen: Die Wehr Altdrossenfeld mit 29 Aktiven, darunter sieben Frauen und ein Anwärter, war 2017 insgesamt 40 Mal im Einsatz zu Brandfällen und technischen Hilfeleistungen. "Besonders das Unwetter am 3. Juni in Kulmbach bleibt in Erinnerung, da waren wir neun Stunden am Stück im Einsatz, das kostete schon Kraft", sagte Kommandant Mike Kühnert bei der Jahresversammlung im Landhotel Schnupp.
Während er sich für die Übungen etwas mehr Zuspruch wünschte, zeigte er sich mit dem Ausbildungswillen zufrieden. So hätten Tina Peetz und Yvonne Häußinger den Lehrgang zur Sprechfunkerin bestanden. Nicht gefiel ihm der Fehlalarm wegen des Sonnwendfeuers in Waldau, "so etwas kann man durch eine rechtzeitige Anmeldung der Feier verhindern".
Die 610 freiwilligen Arbeitsstunden für die Wehr im letzten Jahr wertete er als vorbildlich, das Gerätehaus sei nun endgültig restauriert und fertiggestellt. Das neue Schlauchprüfgerät erleichtere die Überprüfung der Sicherheit wesentlich, ergänzte Kühnert. Seinen Sohn Paul Kühnert und Dominik Lauschat zeichnete er mit einer Urkunde für zehn Jahre aktiven Dienst aus.
Von zahlreichen Aktivitäten berichtete Vorsitzender Jürgen Hüther. Er nannte eine Winterwanderung, eine Grillparty sowie die Ausrichtung der Mai-Feier und des Gemeinde-Feuwehrtages. Was ein sattes Plus in die Kasse spülte, wie Finanzverwalter Horst Ködel bescheinigte. "Ich bin mit der Resonanz bei unseren Veranstaltungen sehr zufrieden, bei uns herrscht ein guter Gemeinschaftsgeist", betonte Hüther. Auch heuer will die Wehr wieder einiges durchführen.
Noch eine nette Episode hatte der Vorsitzende parat: "Zwei unserer aktiven Kameraden haben Feuerwehrfrauen geheiratet, unsere Wehr leistete da wertvolle Starthilfe". In dieser Hinsicht tue sich auch 2018 was.
Den steilen Weg der Altdrossenfelder Wehr nach oben skizzierte kurz Bürgermeister Harald Hübner. "Sie stand vor einigen Jahren fast vor dem Aus, nun ist sie eine Vorzeigewehr und eine tragende Säule im gemeindlichen Feuerwehrwesen." Die Installierung von Rauchmeldern in den Wohnungen mahnte Kreisbrandmeister Thomas Hoffmann an, weil sie Leben retten können. Horst Wunner