Kein Kind von Traurigkeit, trotz seines Namens, ist ein gefiederter Gast im Garten von Uwe Pausch aus Mitwitz. Ein Trauerschnäpper hat sich bei ihm eingenistet und erfreut nun den Hausherrn, der aktives Mitglied bei der LBV-Ortsgruppe Steinachtal ist.

Seinem Fachwissen und der schnellen Reaktion des Autors ist es zu verdanken, dass der Vogel auf der Digitalkamera gespeichert werden konnte. Bei der Zähl-Aktion "Stunde der Gartenvögel" des "Landesbund für Vogelschutz" landete er bayernweit nur auf Platz 72.

In den Landkreisen Coburg und Kronach wurde sogar nur jeweils ein Exemplar gesichtet. Somit ist der Mitwitzer Singvogel eine kleine Sensation unter den Ornithologen in der Gegend.

Der Trauerschnäpper ist ein Zugvogel, der erst spät im April aus Afrika zurückkommt und dann auf sein Glück vertraut, noch einen leeren Nistkasten für sich zu finden, der noch nicht von Meisen in Beschlag genommen wurde. Diese überwintern ja bei uns und beginnen schon frühzeitiger mit dem Brüten. Deswegen ist ein Überangebot an Vogelkästen den Trauerschnäppern sehr hilfreich. Und da unser Trauerschnäpper ein kluges Kerlchen ist, lässt er sich gerne in der Nähe von Meisen nieder, da sie ihm ein bruterfolgversprechendes Revier vermitteln.

Seinen Namen hat er auf Grund seines braungrauen bis schwarzen Federkleides und von der Art der Nahrungsaufnahme. Er schnappt sich nämlich Fliegen und andere Insekten im Flug.

Wie schon erwähnt, ist der Trauerschnäpper kein Kind von Traurigkeit. Nachdem er sein erstes Weibchen durch ausdauerndes Singen geworben hat und dieses dann auf den Eiern sitzt, geht die Suche nach einer anderen Vogeldame in einem Nebenrevier weiter. So ist es auch in Mitwitz. Der Trauerschnäpper von Uwe Pausch hat sein Nebenrevier mit neuem Weibchen in einem Garten am Häuslesweg gegründet. red