Die Schwarzstörche sind zurück aus ihrem Winterquartier. Die Forstleute der Region rechnen damit, dass die scheuen Vögel in Kürze wieder die beiden bekannten Horste im Landkreis Lichtenfels beziehen. Und vielleicht gründen sie ja auch eine neue Kinderstube.
Der Frühjahrsvogelzug ist in vollem Gange. Auffällig sind aktuell die zahlreichen rastenden Kiebitze oder auch riesige Buchfinkenschwärme, die wegen schlechten Wetters weiter im Norden hier am Obermain derzeit einen Zwischenstopp einlegen.
Ein anderer Zugvogel hat dagegen sein Ziel bereits erreicht: Seit wenigen Tagen kann in der Region der Schwarzstorch wieder beobachtet werden. Die Förster hoffen auch in diesem Jahr wieder auf zahlreichen Nachwuchs, nachdem im Vorjahr im westlichen Landkreis vier und östlich von Weismain drei Jungstörche erfolgreich ausgeflogen sind. Ab sofort greife laut dem Forstbetrieb Rothenkirchen umgehend wieder das Horstschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten, wonach im Sommerhalbjahr im Umkreis von mindestens 300 Meter um den Horstbaum absolute Ruhe im Staatswald herrsche. Daneben achte man jetzt im Frühjahr auch verstärkt auf die Balzflüge der Schwarzstorchpaare, die ein neues weiteres Brutrevier anzeigen könnten. Mit den großen, naturnah bewirtschafteten Waldgebieten und den nahrungsreichen Fließgewässern würden die Lebensbedingungen am Obermain für weitere Paare des imposanten Großvogels gut passen, so die Experten. red