Das jährliche schulpolitische Gespräch der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Michael Hofmann, Mitglied im Bildungsausschuss, ist schon zur Tradition im Jahresprogramm geworden.
Der Abgeordnete informierte die KEGler darüber, dass sich die aktuellen Vereinbarungen bei den Verhandlungen zur Großen Koalition nicht auf die inhaltliche Kulturhoheit der Bundesländer auswirkten. Es gehe lediglich um eine finanzielle Beteiligung der Bundesregierung. Diese solle unter anderem im Bereich der Digitalisierung einen Innovationsschub bringen. Intensiv wurden die konkrete Umsetzung der Digitalisierung vor Ort und die damit verbundenen Herausforderungen diskutiert.


10 000 Unterschriften

Als besonderes Anliegen der KEG Bayern trug Winfried Bauer die Initiative zur Änderung der Jahreszeugnisse in der Grundschule vor. Der Landesarbeitskreis hat über 10 000 Unterschriften gesammelt. Die KEG will die Zeugnisse für Eltern und Schüler besser verständlich und aussagekräftiger machen. Sie sollen nur noch eine Seite umfassen, auf den fast überall mit großem Erfolg praktizierten Lernentwicklungsgesprächen zum Schulhalbjahr aufbauen und sich auf wesentliche und treffsichere Aussagen konzentrieren.
Ein weiteres wichtiges Thema für die KEG ist die Gestaltung der Schulleitungsstellen. "Um den eigenen Gestaltungsanspruch in der Schulleitung noch realisieren zu können, wird hier mehr Leitungszeit benötigt, gerade angesichts des in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Aufgabenumfangs", erläuterte die Bezirksvorsitzende und Schulrätin Cordula Haderlein.


Digitalisierung in den Schulen

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende und Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes Nürnberg, Stefan Kuen, sprach ein weiteres wichtiges Thema an: "Die Digitalisierung unserer Schulen sollte wesentlich besser koordiniert und von Profis durchgeführt werden."
Viele andere Themen konnten nur kurz angeschnitten werden. Die Kreisvorsitzende Daniela Drummer bedankte sich nach dem sehr interessanten und lebhaften Gedankenaustausch mit einem fränkischen Schmankerl bei MdL Michael Hofmann für seine Bereitschaft, sich den teilweise auch kritischen Fragen der Pädagogen zu stellen. red