Karl-Heinz Hofmann Anstatt des traditionellen Schützenfestes feierte die Schützengesellschaft 1629 Rothenkirchen einen Festgottesdienst mit anschließendem nostalgischen Frühschoppen, der mit vielen Erinnerungen und Emotionen ablief.

"Wir lassen uns unsere Tradition nicht nehmen", hob Schützenmeister Daniel Bergmann hervor. Das traditionelle Schützenfest der SG Rothenkirchen hätte an diesem Wochenende stattgefunden und musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Interne Feierstunde

Weil man heuer auch das 50. Jubiläum der Einweihung des Schützenhauses hätte feiern können, setzte man eine interne Feierstunde an. Diese begann mit einem Festgottesdienst am Sonntagfrüh in der St. Bartholomäus-Kirche. Die liturgische Gestaltung oblag Pfarrvikar Anton Heinz. Danach war Treffpunkt mit Fahne im Gasthaus Hauckensepper zum zünftigen Frühschoppen. In dessen weiträumigem und idyllischem Biergarten war der nötige Hygieneabstand gewährt, wie natürlich auch im Gotteshaus Abstand gehalten und Nasen-Mund-Schutzmaske getragen wurde. Schnell erinnerte man sich gemeinsam an einstmals erfolgreiche Sportschützen der SG. War doch der Gaststättenbesitzer des Gasthauses "Hauckensepper", Josef Rebhan, selbst einmal ein überregional bekannter sehr erfolgreicher Sportschütze. Vor 50 Jahren feierte man vom 1. bis 3. August das Schützenfest mit der Einweihung des Schützenhauses. Besondere sportliche Leistungen konnte zu dieser Zeit der damalige Jungschütze Josef Rebhan (Hauckensepper) erbringen.

Rekordbeteiligung

Der damalige Jungschütze Josef Rebhan konnte zu dieser Zeit Erfolge wie die Vereinsmeisterschaft, Gaumeister im 100 Kleinkaliber bis hin zum bayerischen Vizemeister verbuchen, was dem damals 18-Jährigen den Weg frei machte zur Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden. Beim heimischen Schützenfest errang er bei einer Rekordbeteiligung von 326 Schützen, davon 76 SG Rothenkirchen Mitglieder, den "Johann- Suffa-Pokal". 1971 wurde er durch den Landkreis Kronach als Oberfränkischer Juniorenmeister geehrt. Die Erfolgsstory des damaligen Schützentalents hielt an und so wurde er durch Gauschützenmeister Siegfried Möslein zum Gauschützenkönig 1976/77 gekürt und wurde auch Schützenkönig der SG Rothenkirchen. 1977/78 holte er den Titel des Bezirksschützenkönigs. Das waren herausragende Leistungen. 1995 stellte die SG Rothenkrichen mit Andrea Haderlein eine Gaujugendkönigin. Ein weiterer großartiger Einzelschütze ist Hubert Ringlstetter, der ab 2011 regelmäßig mehrere Male bei Deutschen Gehörlosen-Meisterschaften im Sportschießen Deutscher Meister und Bayerischer Meister wurde. Aktuell schießen die Sportschützen der SG Rothenkirchen: Die erste Mannschaft "Aufgelegt" in der Gauklasse, in der sie zum Saisonabschluss den dritten Platz belegte. "Aufgelegt"- Mannschaft 2 durfte nach Platz eins von der B-Klasse in die A- Klasse aufsteigen. Die dritte Mannschaft schloss den Wettbewerb in der C-Klasse mit Platz 4 ab. In den vergangenen Jahren gab es mehrere Schützenkaiser, das heißt sie wurden mindestens dreimal Schützenkönig. Das sind Ehrenschützenmeister Reinhold Wolf, Emil Müller, Georg Backer, Hubert Ringlstetter. Jungschütze Lukas Beetz wurde Gau-Jugendschützenkönig 2018 und ist 2019 der Erste Ritter geworden.