Die Saison der Privilegierten Schützengesellschaft von 1533 neigt sich dem Ende. Mit royalem Glanz begann das traditionelle Schützenfest. Zum fürstlichen Empfang mit großer Königstafel wurde ins Schützenhaus an der Halskestraße geladen. Für die Vereinsführung ist dies stets die Gelegenheit, in diesem festlichen Rahmen langjährigen Mitgliedern für ihre Treue beim Verein sowie dem Bayerischen Sportschützenbund zu danken.
Bei diesem Anlass bekam Klaus Goßler, im vergangenen Jahr in den Stand der Ehrenmitgliedschaft erhoben, die ausstehende Ehrenurkunde nachgereicht. Nach lobenden Worten zeichneten Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), Gauschützenmeister Klaus Jentsch und Schützenmeister Lutz Wachsmuth die Jubilare aus.
Steigende Mitgliederzahlen, sportliche Erfolge und der beachtliche Anteil jugendlicher Sportschützen belohnen das Engagement aller Verantwortlichen unter der Leitung des ersten Schützenmeisters Wachsmuth. Auch im 485. Jahr seit Bestehen habe die Schützengesellschaft ihren Blick auf die Zukunft gerichtet und dafür die Weichen gestellt, sagte Wachsmuth. Nun gelte es zielstrebig, alle begonnenen Projekte zu verwirklichen. Dazu brauche es nicht nur "engagierte Mitglieder die zupacken können", sondern auch den Verband, die Stadt und die Öffentlichkeit zur Unterstützung. Mit seinem Verein zeigte sich der Schützenmeister zufrieden: "Wir sind auf einem guten Weg mit steigender Mitgliederzahl." Aktuell zählt die Privilegierte Schützengesellschaft 208 Mitglieder, davon ein Jugendanteil mit knapp 17 Prozent. Und die sportlichen Erfolge lassen sich auch sehen: "Gerade unsere Jugend sticht hierbei hervor", freute sich der Schützenmeister. Wachsmuth wünschte sich, dass alle weiterhin daran arbeiten, die Gesellschaft für die Zukunft sicher aufzustellen: "Nur gemeinsam können wir unsere Gesellschaft weiterbringen.",


Aktion beim "Tag der Franken"

Der Neustadter Oberbürgermeister, Frank Rebhan (SPD), zeigte sich über die angestrebte Zusammenarbeit mit anderen Schützenvereinen sehr erfreut: "Ich freue mich darüber außerordentlich." In vielen Bereichen werde man künftig nur noch dann einigermaßen erfolgreich sein können, wenn andere Formen der Zusammenarbeit gefunden werden. "Wenn jetzt Neustadt mit Sonneberg gut zusammenarbeiten kann, dann werden es wohl auch die Schützen schaffen", war sich das Stadtoberhaupt sicher.
Im nächsten Jahr werden Neustadt und Sonneberg Ausrichter des "Tags der Franken". Zum einen sei es, dass es zwei Städte gemeinsam tun und völlig einmalig, dass es länderübergreifend sei. "Die Wahrheit ist: Franken hört längst nicht an den bayerischen Landesgrenzen auf, geht vielmehr sehr viel weiter", erklärte Rebhan. Mit diesem Tag sollen viele Menschen erreicht werden. An diesem Tag werden sich die Vereine einbringen. Ein Kompliment Rebhans ging an die SG, weil diese mit Sonneberger Schützen etwas plant.
Gau-Schützenmeister Klaus Jentsch berichtete von momentan 64 Vereinen mit rund 8000 Schützen im Gau. Das rege Vereinsleben der "Privilegierten" beeindrucke ihn, sagte der Gauschützenmeister: "Hier greift Tradition und Sport gut ineinander, passt alles."