Die Max-Hundt-Mittelschule bietet als erste Schule einen schulinternen "Berufe-Finder-Tag", bislang wurden die Ausbildungsmessen nur zentral im Beruflichen Schulzentrum in Kulmbach veranstaltet. 28 Betriebe aus dem Landkreis Kulmbach und den benachbarten Landkreisen Bayreuth und Lichtenfels sowie die Handwerkskammer für Oberfranken präsentierten sich in der Max-Hundt-Mittelschule.

Rektorin Anja Buchdrucker freute sich über die große Resonanz, auf die diese Idee bei vielen Betrieben stieß. Ausschlaggebend für diesen "Berufe-Finder-Tag" war, dass die Schule täglich Nachrichten von Ausbildungsbetrieben und Fachschulen erhielt. Buchdrucker dazu: "Zuerst waren es nur zwei Betriebe, aber im letzten Schuljahr kamen dann immer mehr, und sie alle hatten das Ziel, direkten Kontakt zu den Schülern unserer Schule zu gewinnen. Und um einen solchen persönlichen Austausch zwischen den Ausbildungsbetrieben und den möglichen zukünftigen Auszubildenden herzustellen, haben wir uns entschlossen, diese Anfragen zu bündeln und einen Tag, den schulinternen ,Berufe-Finder-Tag' an unserer Schule anzubieten." Das Finden soll nach den Worten der Schulleiterin auf beiden Seiten stattfinden.

Die Schüler schließen mit einem qualifizierenden Mittelschulabschluss ("Quali") oder mit einem erfolgreichen Mittelschulabschluss ab, und diese Art von Schulabschluss ist für viele Betriebe in der Region interessant. Jeder Betrieb beziehungsweise jede Fachschule bekam 45 Minuten Zeit, um die Firma mit ihren möglichen Ausbildungsberufen oder die schulische Einrichtung vorzustellen.

Die Schüler wurden vorab nach individuellem Interesse den Betrieben und Fachschulen zugeteilt und sie konnten mit einem Kontaktformular anschließend ihr Interesse an einem Praktikum (7. und 8. Klasse) oder an einer Bewerbung im jeweiligen Betrieb anmelden. Viele nutzten auch das persönliche Gespräch mit den Verantwortlichen der Betriebe.

Keine Konkurrenzveranstaltung

Rektorin Anja Buchdrucker legt Wert auf die Feststellung, dass sich die Max-Hundt-Schule "als eine Ergänzung zur Ausbildungsmesse sieht". Die Ausbildungsmesse sei viel weiter gefächert, aber der "Berufe-Finder-Tag" sei "für unsere Schüler und die Betriebe eine Win-Win-Situation".