Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) informierte sich in der Schön-Klinik aus erster Hand: Wo drückt der Schuh in der psychosomatischen Behandlung?

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der Video-Psychotherapie unter Beweis gestellt. Immer mehr Psychotherapeuten greifen auf diese Möglichkeit zurück. Video-Sprechstunden haben das Potenzial, das große Stadt-Land-Gefälle in der Versorgung auszugleichen, den Zugang zu Spezialisten zu verbessern, die berufliche Vereinbarkeit mit der Therapie zu gewährleisten und einen tatsächlich barrierefreien Zugang zum Therapeuten zu ermöglichen.

Um Antworten auf drängende Fragen im Bereich der psychosomatischen Therapie zu erhalten, suchte Emmi Zeulner am Dienstag das direkte Gespräch mit den Expertinnen in der Schön-Klinik Bad Staffelstein, der Chefärztin der Psychosomatischen Klinik, Elisabeth Rauh, und der Klinikgeschäftsführerin Frances Greiner-Matzen-Sohn. Es war bereits der dritte Besuch von Zeulner in der Schön-Klinik innerhalb der letzten Jahre.

Themenschwerpunkte bildeten die Video-Psychotherapie sowie die derzeit gültige und unter dem Kürzel PPP-RL viel diskutierte Richtlinie zur Personalausstattung in den Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik. Diese Richtlinie gibt nach Ansicht der Schön-Klinik-Expertinnen der Ausstattung mit Pflegepersonal den Vorrang und würdigt die Bedeutung der Psychotherapie und damit der Personalausstattung in diesem Bereich nicht deutlich genug.

Der Ausbau der Videosprechstunden ist auch in der Versorgung von Pflegeheimbewohnern von hoher Bedeutung, erklärte Emmi Zeulner. In diesem Bereich möchte sie ihre Schwerpunkte setzen. Klinikgeschäftsführerin Greiner-Matzen-Sohn führte aus, dass Videosprechstunden in der Psychotherapie, ähnlich wie sie "mindoc", ein Unternehmen der Schön-Klinik, anbietet, das bestehende Angebot ergänzten.

Das zweite Schwerpunktthema wurde von einem Appell von Chefärztin Rauh begleitet: "Die PPP-RL muss angepasst werden. Vor allem die Versorgungsrealität und Versorgungsqualität müssen fokussiert werden." Die Richtlinie sei erwachsen aus der Psychiatrie und bilde die Psychosomatik nicht versorgungsgerecht ab, sagte Rauh. red