Noch mehr Interessenten als bisher sollen in der Marktgemeinde Maßbach mit schnellem Internet versorgt werden. Bereits im letzten Jahr war das Förderprogramm des Bundes zum Breitbandausbau abgeschlossen worden, allerdings nur in einem festgelegten Fördergebiet, in dem die zahlreichen einzeln stehenden Höfe und Mühlen nicht inbegriffen waren.
Insgesamt beträgt die Abdeckung mit dem schnellen Internet zurzeit immerhin 95 Prozent, so Bürgermeister Matthias Klement in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Das soll nun noch mehr werden, beschloss der Marktgemeinderat. Im Freistaat Bayern gibt es seit dem 1. Juli 2017 den sogenannten Höfebonus, um auch diesen eine Versorgung mit schnellem Internet zu ermöglichen. Bevor ein Antrag auf Aufnahme in dieses Förderprogramm gestellt werden kann, ist ein sogenanntes Markterkundungsverfahren nötig, für das wiederum ein Fachbüro herangezogen werden muss.
Bürgermeister Klement rechnet mit einer Förderung von 80 Prozent durch den Freistaat. Bedenken, dass der Anschluss der Höfe und Mühlen zu teuer kommt, hatte Marktgemeinderat Diethard Dietmar (SPD). Achim Bieber (BBP) regte an, erst einmal zu fragen, was das die Betroffenen kostet. Trotzdem fiel die Entscheidung, ein Würzburger Büro zu beauftragen, einstimmig. Dies soll nun vor allem den tatsächlichen Bedarf an schnellem Internet erkunden und den Förderantrag stellen. Die Kosten betragen 4730 Euro.


Sanierung geht weiter

Die Arbeiten zur Sanierung des Maßbacher Freibades sollen 2018 weitergehen. Auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates stand die Vergabe von Schlosserarbeiten für den Einbau einer Absturzsicherung am barrierefreien Zugang. Die Unterlagen waren an sieben Firmen verschickt worden, vier zeigten Interesse. Die Arbeiten wurden schließlich an eine Firma aus Thundorf für knapp 15 000 Euro vergeben, etwa 5000 Euro weniger als die Kostenschätzung. Bauhofleiter Wolfgang Brust teilte mit, dass sich einige Arbeiten wegen des kalten Wetters verzögerten und manches deshalb erst nach der Badesaison oder 2019 durchgeführt werden kann. "Der Förderverein arbeitet gerne wieder mit", betonte dazu der Bürgermeister.


Bauanträge genehmigt

Auch einige Baugesuche standen auf der Tagesordnung. In der Hauptstraße im Ortsteil Poppenlauer sollen eine Scheune teilweise abgebrochen und eine Halle neu gebaut werden. Außerdem soll eine Garage in Zukunft als Brennerei genutzt werden. Der Marktgemeinderat stimmte einstimmig zu. Ebenfalls in Poppenlauer, in der Straße Am Täubig, will ein Hauseigentümer das bestehende Wohnhaus umbauen, um die Räume besser nutzen zu können. Geplant ist, einen Zwerchgiebel im Dachgeschoss anzubauen und ein neues Treppenhaus zu errichten. Ein Bereich im Dachgeschoss soll voll als Dachterrasse genutzt werden. Deshalb hat eine Nachbarin ihre Unterschrift mit dem Argument verweigert, dass der Bauherr die Nachbarn auf ihrem Balkon beobachten könne, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Abstandsflächen seien jedoch eingehalten, und der Nachbar habe aufgrund der herrschenden Rechtsprechung kein weiteres Recht. Deshalb sei auch keine Befreiung nötig. Der Marktgemeinderat stimmte zu.