Mario Volklandt ist ganz begeistert. Vor ein paar Tagen kam der Zeitlofser Unternehmer vom 11. Gesundheitsforum der Ghorfa (Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer) zurück. Auf Empfehlung war er zu dieser Messe eingeladen worden und hatte dort die von seiner Firma in der Rhön entwickelten mobilen San(itäts)-Stationen vorgestellt.
Er habe in Berlin sehr viele, gute Gespräche geführt. Der gebürtige Thüringer hatte 25 Jahre lang beim Reisemobil- und Caravanhersteller Knaus Tabbert in Mottgers gearbeitet und sich dort über eine Ausbildung zum Holztechniker und später zum Technischen Betriebswirt und Produkt- und Markenmanager den Weg in die Selbstständigkeit ebnete.
Der Gründung der Volklandt GmbH im Jahr 2009 folgte die Gründung der Volklandt Consulting im Jahr 2015. Trotz der rosigen Aussichten in Berlin auf weitere Wirtschaftsfelder bleibt der Firmenchef bescheiden. "Ich habe insgesamt 16 Mitarbeiter. Wir sind ein kleines Unternehmen."
Das Konzept für die mobile San-Station hat Volklandt vor Jahren in seiner Firma entwickelt. Inzwischen sind schon etliche Zeitlofser Modelle weggegangen. So hat sich zum Beispiel ein Privatanbieter beim Münchner Oktoberfest solch eine Station für die mobile Betreuung geordert. Eines seiner Fabrikate war zudem beim Deutschen Roten Kreuz auf der Landesgartenschau 2017 in in Bad Lippspringe im Einsatz, sagt Volklandt. Aber auch als Papst Benedikt im Jahr 2011 nach Erfurt kam, kauften die Malteser aus Fulda eine mobile Station.


Fahrbare Arztpraxis

Beim Gesundheitsforum der Ghorfa in Berlin konnte Volklandt weitere Zielfelder abstecken: Denn mobile San-Stationen könnten in Afrika und den arabischen Ländern von großem Nutzen sein, sagt der 49-Jährige. Mit einer fahrbaren Arztpraxis oder Apotheke könnte man zum Beispiel in Äthiopien, Eritrea oder im Kongo die medizinische Versorgung der Bevölkerung unterstützen. In Krisengebieten gehe es auch um die Versorgung von Kriegsverletzten. Aber auch die Bevölkerung dort braucht medizinische Hilfe, sagt Volklandt. Den saudi-arabischen Kunden bot er für Produktion und Lieferung verschiedene Alternativen an. Zum einen werden mobile San-Stationen fertig geliefert. Die Firma kann aber auch die einzelnen Elemente liefern, die vor Ort zusammengebaut werden. ikr