Diamantene Hochzeit feierten Rosalinde und Raimund Vogt in Wonfurt.
Kennengelernt hatte sich das Paar bei einem landwirtschaftlichen Ausflug zum Walchensee, ehe am 19. Mai 1958 die Hochzeitsglocken läuteten. Raimund Vogel, der aus Unterschwappach stammt, packte tatkräftig mit an auf dem landwirtschaftlichen Hof, den die Eltern von Rosalinde Vogt (geborene Bötsch) aufgebaut hatten.
Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen zwei Söhne aufgrund einer Muskelerkrankung pflegebedürftig sowie auf den Rollstuhl angewiesen waren und später starben. Dennoch kam es im Hause Vogt zu keiner Krise und es herrschte stets Lebensfreude, wie sich das Jubelpaar erinnert. Heute wohnen die anderen beiden Söhne in der Umgebung und die zwei Töchter in Würzburg. Weiterhin gehören zur Familie neun Enkel. Auch werden die 81-Jährige und ihr Mann wohl bald Urgroßeltern werden, denn es kündigt sich Nachwuchs an.
32 Jahre war Raimund Vogt im Pfarrgemeinderat und bekam dafür die St.-Bruno-Medaille vom Bischof überreicht. Außerdem war er Obmann der Feldgeschworenen und Vorsitzender der Schweinemastgemeinschaft Hainert. 63 Jahre ist der rüstige Senior bereits Mitglied in der CSU und wurde auch schon zum Ehrenmitglied ernannt, genauso wie bei der Sportvereinigung Unterschwappach und dem Gesangverein, in dem er heute noch aktiv mitwirkt.


Im historischen Arbeitskreis

Als Dorfhistoriker arbeitete Raimund Vogt im heimatgeschichtlichen Arbeitskreis mit und erforschte die Geschichte Wonfurts, wobei ihm seine Frau unterstützend zur Seite stand. Ein Buch, das der 85-Jährige über das Adelsgeschlecht "von der Beeck" geschrieben hat, wird wohl nächstes Jahr vom Historischen Verein im Landkreis Haßberge veröffentlicht.
Rosalinde Vogt sammelt Sterbebilder von ehemaligen Wonfurtern und ist stolz auf über 1000 Exemplare. Die Sammlung füllt zahlreiche Aktenordner.
Im Namen des Landkreises überbrachte der stellvertretende Landrat Oskar Ebert ebenso die Glückwünsche wie der Bürgermeister Holger Baunacher für die Gemeinde Wonfurt. cl