Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen trafen sich die Mitglieder des Thurnauer Marktgemeinderates, um einige unaufschiebbare Bauangelegenheiten auf den Weg zu bringen. Einige Gemeinderäte hatten sich im Vorfeld mit Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) darauf verständigt, dass eine Präsenzteilnahme nicht vonnöten sei. So kamen in der Turnhalle lediglich zehn Ratsmitglieder zusammen, ausgestattet mit FFP2-Masken.

Bei den Bauanträgen gab es keine Diskussionen. Mit der Eingabe von Waltraud Jarosch, die an der Alten Allee eine weitere Tagespflegeeinrichtung und neun Wohneinheiten errichten möchte, hatte sich das Gremium bereits im September befasst. Doch bezüglich der Höhe und der überbaubaren Grundfläche werden die Vorgaben leicht überschritten. So war eine neuerliche Beschlussfassung nötig, die wie damals einstimmig erfolgte.

Was passiert mit dem Aushub?

Der Aushub, der bei dem Projekt anfällt, wird ein Volumen von 2700 Kubikmetern haben. Er soll auf einer Wiese außerhalb des Baugebiets eingebracht werden, die ebenfalls der Aantragsstellerin gehört.

Keine Einwände hatten die Räte gegen eine Dachgaubenaufbau und einen Balkonanbau in der Spiegelgasse in Thurnau sowie gegen den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Lochau.

Weiter erließen die Gemeinderäte eine Rechtsverordnung über den Ladenschluss. Über die Freigabe für einen vierten verkaufsoffenen Sonntag wurde nicht beratschlagt. Normalerweise sind in Thurnau die Geschäfte zum Ostermarkt offen. Der kann wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. Sollte sich die Situation bessern, will man erneut über einen vierten verkaufsoffenen Sonntag beratschlagen.

Martin Bernreuther gab bekannt, dass der Markt gegenüber der Tennisanlage ein Grundstück von der Pfründe-Stiftung gekauft hat.

Die Firma Schwender wurde beauftragt, in der Grundschule eine Lüftung einzubauen. Kosten: 5000 Euro. Außerdem hat der Markt zwei Lüftungsgeräte im Wert von rund 4000 Euro von der Firma Krappmann beschafft. Diese werden zum größten Teil vom Freistaat bezuschusst und sind schon angeliefert.

Räumschild und Streugerät

Bernreuther informierte die Öffentlichkeit, dass ein neues Räumschild und ein neues Streugerät für den gemeindlichen Bauhof beschafft worden sind. Das günstigste Angebot in Höhe von knapp 11 600 Euro Außerdem hatte die Firma Beutlhauser abgegeben.

Das Fitnessunternehmen Next Level aus Kulmbach wird im Frühling am Radweg Richtung Limmersorf eine Fitnessstation für 45 000 Euro aufbauen. Thurnau war Sieger des Wettbewerbs Heimatdorf geworden und hatte eine Siegerprämie von 60 000 Euro kassiert, für die bereits Mitfahrbänke angeschafft wurden. Mit dem restlichen Geld wird nun die Fitness-Station finanziert.

Außerdem wird der Markt Thurnau mindestens eine E-Bike-Ladestation bekommen. "Verdient" hatte sich der Markt diese bei einem Spendenlauf, den die Raiffeisenbank Thurnauer Land durchgeführt hatte. Virtuell konnten Läufer ihre Kilometer melden. Mehr als 400 Teilnehmer hatten sich in der App registriert und waren für die E-Bike-Ladestation gelaufen. Über einen oder mehrere Standorte werde im Frühling erneut beratschlagt, sagte der Bürgermeister.