Eine vermeidbare 0:1-Auswärtsniederlage beim abstiegsgefährdeten FSV Bayreuth kassierte der TSV Sonnefeld gestern Abend. Deshalb ist der Klassenerhalt noch nicht perfekt, allerdings sollten die noch fehlenden Punkte in den nächsten Spielen eingefahren werden.


Was passiert in Bayreuth?

In den Abstiegskampf, im dem ja vor allem auch der VfL Frohnlach verwickelt ist, könnte zusätzlicher Zündstoff kommen, denn bislang unbestätigten Informationen zur Folge kämpft die SpVgg Oberfranken Bayreuth (gestern Abend 3:7-Verlierer in der Regionalliga beim FC Schweinfurt 05) übers Überleben. Es ist in der Wagnerstadt sogar davon die Rede, dass der Verein aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einen freiwilligen Rückzug in die Bezirksliga erwägt.


Nutznießer VfL Frohnlach?

Das hätte zur Folge, dass auch die Reserve aus der Landesliga Nordost absteigen würde und es dadurch eventuell einen Absteiger weniger gibt. Die vielen Fußballfans werden die Entwicklung bei den Bayreuthern in den nächsten Wochen jedenfalls mit Argusaugen verfolgen.


FC Lichtenfels

Der Freitagsgegner des Tabellenletzten VfL Frohnlach spielte bereits am Dienstagabend: Der FC Lichtenfels holte beim SC Schwabach einen Zähler. Andreas Mahr traf in der 68. Minute nach einer Ecke und egalisierte damit die frühe Führung der Gastgeber durch Lala (7.).


SV Friesen

Auch die "Grün-Weißen" aus dem Frankenwald, die längst noch nicht aller Abstiegssorgen ledig sind, waren gestern Abend im Einsatz. Beim Baiersdorfer SV stand die Truppe von Trainer Armin Eck auf verlorenem Posten und unterlag mit 0:3. Bis zur Pause hielt der Aufsteiger noch ein 0:0, doch im zweiten Durchgang brachen alle Dämme.

FSV Bayreuth gegen
TSV Sonnefeld 1:0 (0:0)

Das war vielleicht die schlechteste Saisonleistung des TSV Sonnefeld überhaupt. Trotzdem war die Niederlage vermeidbar, denn der Gastgeber spielte auch nicht gut und kam zu keinen nennenswerten Chancen. "Erbärmlich", bezeichnete Spielertrainer Bastian Renk nach dem Schlusspfiff die Offensivleistung seiner Mannschaft.
Und der kritische Spielertrainer nahm sich selbst dabei gar nicht aus: "Diese Niederlage muss ich auf meine Kappe nehmen. Wenn man aus so vielen Chancen keinen Treffer macht, dann ist das ganz, ganz schwach". Deutliche Worte.
Den Bayreuthern konnte es egal sein, denn für die Platzherren, die sich zumindest kämpferisch keine Vorwürfe machen müssen, zählten in diesem Duell nur die drei Punkte. Und die helfen ihnen im Abstiegskampf weiter, doch spielerisch müssen sie sich steigern, wenn der FSV auch in der nächsten Saison in der Landesliga spielen will.
Das "Goldene Tor" erzielte Philipp Hannemann, der mit einem beherzten Antritt aus der eigenen Hälfte startete und mit einem platzierten Abschluss Torwart Jauch nicht den Hauch einer Abwehrchance ließ (31.). Die Sonnefelder waren in dieser Szene viel zu weit aufgerückt und wurden für einen unnötigen Ballverlust in der gegnerischen Hälfte eiskalt bestraft.
Danach hatten sie jedoch noch eine Stunde Zeit, um das Ergebnis zu korrigieren, doch entweder hatten Civelek, Scheler und Renk ihr Visier schlecht eingestellt oder FSV-Keeper Marco Petrovic stand im Weg. oph