Aykut Civelek ist mit neun Toren und vier Vorlagen so etwas wie die "Lebensversicherung" des TSV Sonnefeld in der Landesliga Nordost. Und wenn der trickreiche Türke in Diensten des Aufsteigers selbst nicht trifft, springt - wie zuletzt - Ludwig Scheler ein.
Mit einem Doppelpack bescherte er den "Schwarz-Weißen" gegen Schwabach am Sonntag den ersten Sieg 2018. Der Dreierpack war enorm wichtig, denn mit inzwischen 33 Punkten (Platz 10) hat die Truppe des am Saisonende in Richtung VfL Frohnlach scheidenden Spielertrainers Bastian Renk schon acht Zähler Vorsprung vor dem ersten Relegationsplatz. Sollte heute Abend - Anpfiff ist bereits um 18 Uhr - der erhoffte Sieg gegen den Tabellensechsten SG Quelle Fürth nachgelegt werden, können die akuten Abstiegssorgen vorerst ad acta gelegt werden.


Freiwlliger Rückzug aus der LL?

Offen ist dann aber immer noch die sportliche Zukunft der "Schwarz-Weißen". Ein freiwilliger Rückzug aus der Landesliga - wie er von Interimsvorsitzenden Louis Kappenberger im Gespräch mit dem Tageblatt nicht ausgeschlossen wurde - ist mit Tücken verbunden. Entscheidend für die künftige Liga-Zugehörigkeit der Sonnefelder wäre laut Satzung des Bayerischen Fußballverbandes dann der Zeitpunkt des Rückzuges.
Denn nur wenn der TSV noch während der Serie seinen Verzicht auf eine weitere Serie in der Landesliga bekannt gibt und somit vorzeitig ans Tabellenende als erster Absteiger gesetzt werden würde, kann der Klub 2018/2019 in der Bezirksliga antreten. Bei einem Rückzug nach der Serie nimmt der TSV den Platz der eigenen Reserve ein. Und die kickt derzeit ums Überleben in der Kreisklasse. Die Zeit arbeitet also nicht gerade für den TSV Sonnefeld und seine geplagten Funktionäre. oph