Der Ehrenvorsitzende des 500 Mitglieder starken TSV Stockheim, Rainer Kraus, hat am Mittwoch sein 80. Lebensjahr vollendet. 23 Jahre stand er an der Spitze des Sportvereins und hat damit maßgeblich einen Beitrag zur Aufwärtsentwicklung geleistet. Unter anderem erwarb er sich mit dem Bau des TSV-Sportheimes große Verdienste. Darüber hinaus entstanden unter seiner Regie vier Tennisplätze.

Vor allem lag dem Ehrenvorsitzenden - er ist bereits seit 60 Jahren Mitglied beim Sportverein - die Zusammenarbeit der verschiedenen Interessengemeinschaften in der Bergwerksgemeinde besonders am Herzen. Dank seiner Initiative konnte man sich terminlich mit dem alljährlichen Vereinskalender abstimmen. Zu einem Hit geworden ist das von ihm ins Leben gerufene Sommerfest. Dadurch hatten die einzelnen Abteilungen die Möglichkeit, ihr Können einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Viel Anerkennung durfte Rainer Kraus anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums im Jahre 2014 entgegennehmen. Dazu Schirmherr Bürgermeister Rainer Detsch: "Diese 125 Jahre bedeuten auch Orts- und Heimatgeschichte. Es wurde und es wird nach wie vor viel in die Jugend investiert, wohl wissend, dass hier die Zukunft liegt. Diese Erfolgsgeschichte ist insbesondere Rainer Kraus zu verdanken."

Für eine große Überraschung sorgte Kraus 2018 im Stockheimer Gotteshaus St. Wolfgang. In ehrenamtlicher Arbeit schuf er in der Kapelle mit Können und Einfühlungsvermögen Altartisch und Ambo. Die Gläubigen staunten nicht schlecht über die künstlerische Arbeit, die zum jahrhundertealten Marienaltar eine ideale Ergänzung darstellt. Viel Lob fand damals Pfarrer Hans-Michael Dinkel für den außergewöhnlichen Einsatz des Stockheimer Künstlers.

Unternehmensberater Rainer Kraus hat sich vor allem als Refa-Fachmann einen Namen gemacht. Die Refa-Lehrberufung erhielt er nach erfolgreicher Ausbildung im Jahre 1973. Vielen jungen Menschen konnte er bei Refa-Obermain - aber auch bundesweit - als Lehrer seine Erfahrungen mit auf den Weg geben. Bereits 1973 wurde der Stockheimer zum Ausbildungsleiter berufen, 1992 zum Vorsitzenden von Refa-Obermain gewählt. 1995 erfolgte die Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden in den Refa-Landesverband Bayern und als Krönung seiner Laufbahn im April 1999 die Wahl zum Vorsitzenden des Landesverbandes. Diese Funktion übte er bis 2005 aus. Ebenfalls wurde er von 2003 bis 2005 zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Refa-Bundesverbandes berufen. Mittlerweile fungiert der Stockheimer als bayerischer Refa-Senator.

Bereits 1964 wagte der einstige Bau- und Möbelschreiner den Weg in die Selbständigkeit. Die berufliche Bilanz ist beeindruckend, denn er hat es verstanden, aus kleinsten Anfängen heraus ein Unternehmen aufzubauen, das viel Anerkennung findet. Der Weg nach oben war alles andere als leicht: Rückschläge mussten verkraftet werden. Grundlagen des Erfolgs waren schließlich Zielstrebigkeit, Fleiß und Risikobereitschaft. Sein Sohn Oliver führt seit 2005 die Geschäfte der Unternehmensberatung fort. gf