Wieder waren die Gäste in Unterzahl angetreten, wieder hieß die Schiedsrichterin Anette Fischer, wieder stand es am Ende 11:0 - wie schon vor zwei Wochen präsentierte sich der SV Reitsch in der Frauen-Bezirksoberliga in Torlaune.
In der ersten Halbzeit scheiterten sie noch häufig an der vielbeinigen Abwehr oder der extrem starken Torhüterin der Gäste aus Wunsiedel, doch nach Wiederbeginn ließ es der SVR richtig krachen.
Das 11:0 war etwas Balsam auf die geschundene Reitscher Fußball-Seele nach der unnötigen Niederlage in Hof. Jetzt gilt es dranzubleiben und auf einen Ausrutscher der Saalestädterinnen zu warten. Denn Reitsch liegt bei noch fünf ausstehenden Spielen nämlich drei Punkte hinter Spitzenreiter FFC Hof II.


Bezirksoberliga Frauen

SV Reitsch -
ASV Wunsiedel 11:0 (2:0)
Kristin Rebhan erzielte bereits in der 11. Minute die Führung, doch das 2:0 ließ auf sich warten. Erst in der 35. Minute war es so weit, als die Torhüterin zwar einmal mehr sehenswert parierte, Aleyna Karatas aber schneller schaltete als alle Verteidigerinnen und die Kugel im Nachschuss über die Linie drückte.
Erst nach gut einer Stunde, als die Gäste müde wurden, schlug Reitsch in regelmäßigen Abständen und immer ähnlichen Mustern zu. Meist konnte die Torhüterin die erste Gelegenheit abwehren, aber nicht festhalten. Die Abpraller wurden dann souverän versenkt. So waren Linda Querfurth sechsmal und Kristin Rebhan, Aleyna Karatas und Katrin Kittel je einmal für ihre Mannschaft erfolgreich.


Bezirksliga Ost

SG Reitsch II/Rothenkirchen -
ASV Oberpreuschwitz 4:4 (0:2)

Die Zweitplatzierten aus Oberpreuschwitz traten mit zwei Spielerinnen weniger an, machten aber von Beginn an enorm viel Druck und versteckten sich nicht. So kamen sie zu den klareren Chancen und in der 21. Minute zum 0:1, zehn Minuten später gar zum 0:2. Als nach dem Seitenwechsel gar das 0:3 fiel, dachte man, die Partie sei gelaufen. Doch nur eine Minute später kam der Anschlusstreffer durch Annika Müller.
Routinier Melanie Baumann, zur Halbzeit eingewechselt, sorgte immer mehr für Schwung und riss ihre Mannschaft mit, als sie aus der Distanz auf 2:3 verkürzte. Reitsch/Rothenkirchen war nun im Spiel. Kapitänin Sandra Neubauer erzielte im Nachschuss den zwischenzeitlichen Ausgleich, fünf Minuten später gar die 4:3-Führung.
Doch diese hielt nicht lange. Mit einem Pass durch die Schnittstelle wurde die heimische Abwehr ausgehebelt und der Gast kam zum 4:4, was auch den Endstand bedeutete. pau