Anfang August 2wird die psychosomatische Abteilung in der Klinik in Ebermannstadt mit 18 Patientenbetten wiedereröffnet. Corona-bedingt - zum Schutz der Bewohner des Pflegeheims und der stationären Patienten in dem Krankenhaus - war dieser Bereich seit März geschlossen.

Unter der chefärztlichen Leitung von Professor Dr. Yesim Erim werden negative Wechselwirkungen zwischen körperlichen, seelischen und sozialen Prozessen behandelt. Die Krankheitsbilder entstehen als Folge von psychischen Belastungen, werden aber in physischen Beschwerden sichtbar. Dazu gehören Essstörungen, die Magersucht und die Bulimie sowie die funktionellen Körperbeschwerden, zum Beispiel Reizdarm oder Herzangst.

Angststörungen und depressive Störungen werden in Ebermannstadt ebenso behandelt wie Traumafolgestörungen nach seelischen oder körperlichen Verletzungen.

Das Team besteht aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern und Spezial-Psychotherapeuten für Kunst- und Bewegungstherapie. Die Pflegekräfte erhielten Schulungen und sind in die psychotherapeutische Behandlung einbezogen.

Geschäftsführer Sven Oelkers sagt in einer Pressemitteilung: "Die Corona-Pandemie hat viel Seelenleid verursacht und bestehende Probleme verstärkt. Wir sind sehr froh, dass wir wieder wohnortnah die Behandlung anbieten können."

Das Behandlungskonzept beinhalte Einzel- und Gruppentherapien, wobei sich verschiedene Therapiemodule zu einer störungsspezifischen Gesamtbehandlung ergänzen. Es basiere auf einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundausrichtung und beziehe Anteile tiefenpsychologischer, systemischer sowie anderer Therapieverfahren mit ein. In der Regel dauert eine stationäre Psychotherapie acht Wochen und kann auf neun oder maximal zehn Wochen verlängert werden. red