"Zügig und aufschlussreich", so Bürgermeister Alexander Schneider (UWG), stellte Kämmerer Lothar Ziegler in der Gemeinderatssitzung den Haushalt des Marktes vor. So beläuft sich der Gesamthaushalt heuer auf 2,407 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 1,45 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt 957 000 Euro. Das Gesamtvolumen ist 478 000 Euro höher als der Ansatz im Vorjahr.
Wie Ziegler ausführte, ist in diesem Jahr eine Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt erforderlich. Dies begründet sich auf die höheren Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2016, die sich auf die Berechnung der Umlagebelastung und die Schlüsselzuweisungen auswirken.
Die Marktgemeinde erhält heuer Schlüsselzuweisungen in Höhe von nur 147 900 Euro. Das sind 174 500 Euro weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig müssen an Kreisumlage 440 000 Euro bezahlt werden, was einer Steigerung von rund 133 000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das stelle für die Gemeinde jedoch kein Problem dar, weil entsprechende Rücklagen gebildet wurden, erläuterte Ziegler.
Der Markt Geroda hat in den letzten Jahren seine Schulden kontinuierlich abgebaut. Weil auch in diesem Jahr keine Kreditaufnahme vorgesehen ist, wird der Schuldenstand zum Ende des Jahres knapp 33 000 Euro betragen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 81,75 Euro. Zum Ende des Finanzplanungszeitraums prognostizierte der Kämmerer eine Verschuldung pro Bürger von 9,23 Euro.


Rücklage vorhanden

Im Haushaltsjahr 2018 ergibt sich eine negative Freie Finanzspanne in Höhe von 128 600 Euro (Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt). Diese Negativsumme kann durch die für Auswirkungen des Finanzausgleichs gebildete Rücklage ausgeglichen werden, sagte Ziegler.
Auf das Investitionsprogramm ging Ziegler nicht ein, weil derzeit noch "keine belastbaren Zahlen vorhanden sind." Angesetzt wurden unter anderem 230 000 Euro für den Kauf von Grund im Baugebiet "Im Neuland", 15 500 Euro für den DSL Masterplan (Ausbau) und 150 000 Euro für die Anbindung des Hochbehälters Boxhecke.
Den vorgeschlagenen Maßnahmen, die der Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald des Marktes Geroda vorsieht, stimmte das Gremium zu. In der Abteilung "Kleiner Berg" ist eine Jungwuchspflege auf 1,8 Hektar vorgesehen. In der Abteilung Wiesenrain soll eine Rückegasse angelegt werden. 30 Festmeter Jungdurchforstung im Buchen- und Lärchenbestand sind dort geplant. Zudem sollen Protzen, grobe Buchen und schlecht geformte Lärchen geschlagen werden. Für die Endnutzung sollen 30 Festmeter im Fichten- und Lärchenbestand in der Abteilung Zwickenmühle gefällt werden.


Bauantrag: Garage statt Stall

Gegen den Umbau eines Schweinestalls in eine Doppelgarage in Geroda hatten die Räte keine Einwände. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Zufahrt zum Grundstück rechtlich nicht gesichert ist.