Einen ersten Entwurf für die Neugestaltung des Pressecker Marktplatzes stellte Planer Manfred Gebhardt dem Gemeinderat am Montagabend vor. Die Vorplanung sei wohl bis Herbst dieses Jahres fertig, wobei auch die Bürger beteiligt werden; ein Entwurf bis Mitte 2019, mit dem die Förderkulisse abgeklärt werden könne. Die Umsetzung erfolgt frühestens im Jahr 2020.
Im Wesentlichen geht es bei der Neugestaltung um eine eindeutigere und bessere Verkehrsführung am Marktplatz auf der Staatsstraße 2195 Richtung Helmbrechts und der Kreisstraße Richtung Schmölz/Wallenfels. Gleichzeitig wird die Fahrbahn verbreitert, indem die bisherige Haltebucht für den Bus mit einbezogen wird.
Das sei Absicht, so der Planer. Während der Bus zum Ein- und Aussteigen von Fahrgästen stehen bleibt, ist die Fahrbahn blockiert. Das diene der Sicherheit der Fußgänger, Fahrzeuge könnten den stehenden Bus nur im Schritttempo passieren. Der Bus der Linie Kulmbach-Presseck-Kulmbach, der in Presseck jetzt in der Haltebucht etwa eine halbe Stunde pausiert, müsste und würde dann in der Parkbucht neben dem Friedhof stehen bleiben. Das sei mit dem OVF bereits abgeklärt, so Geschäftsstellenleiter Frank Wunner.
Die Grünanlage vor dem Arzthaus soll bleiben. Lediglich ein Buswartehäuschen wird dort neben der Staatsstraße errichtet. Auch der Brunnen aus Schiefer bleibt. Über die Gestaltung wird man sich mit dem örtlichen Gartenbauverein unterhalten, sagte Bürgermeister Siegfried Beyer zu.


Ampel: Ja oder nein?

Ein Fußgängerüberweg zur Bushaltestelle ist zwischen Rathaus und Pressecker Hof geplant. Ob dort auch eine Ampel errichtet wird, das hängt von der Verkehrsfrequenz auf der Helmbrechtser Straße ab. Diese werde augenblicklich noch ausgewertet. Große Begeisterung fand eine Ampel im Gemeinderat jedoch nicht. Auf dem Überweg ist eine Verkehrsinsel geplant - zum einen zur Sicherheit der Fußgänger, zum andern, um den Verkehrsfluss vor dem eigentlichen Marktplatz zu verlangsamen.
Eine weitere Verkehrsinsel ist auf der Wallenfelser Straße geplant. Durch diese soll die Einmündung in die Staatsstraße dann eindeutig vorgegeben werden. Derzeit kann man auf beiden Seiten der kleinen Verkehrsinsel um die Straßenlampe je nach Laune ab- und einbiegen. Bleiben sollen auch die Parkbuchten vor der ehemaligen Apotheke. Allerdings sollen dort Bäume gepflanzt werden, so dass es einen oder zwei Parkplätze weniger geben wird.
Unverändert bleibt auch die Einmündung der Industriestraße mit der schrägen begrünten Verkehrsinsel und dem Platz für den Maibaum. Im Zuge der Marktplatzgestaltung wird der Landkreis auch die Wallenfelser Straße sanieren.
Offen beziehungsweise noch nicht geklärt ist, ob im Zug der Baumaßnahmen dann gleich auch die Wasserleitungen und der Kanal erneuert werden müssen, was nach der Erfahrung mit dem Zustand der Leitungen unter der kürzlich erneuerten Industriestraße sehr wahrscheinlich ist.


Grünanlage und Ladestellen

In Arbeit am Marktplatzumfeld ist derzeit die Neugestaltung des Platzes Stadtsteinacher Straße 1. Nachdem dort das Haus abgerissen wurde, werden augenblicklich Parkplätze und kleine Grünanlagen sowie eine Ladestelle für E-Fahrzeuge gebaut. Außerdem wird nebenan am Gebäude der Oberlandbank eine Lademöglichkeiten für E-Bikes installiert. Die Anlage soll im August fertig werden.
Für die Sanierung und Umnutzung des Schulhauses hat der Gemeinderat im Zuge des VgV-Verfahrens die übergeordnete Planung und Ausschreibung an das Planungsbüro Schäfer in Seubersdorf vergeben. Das Angebot war bis zu 10 000 Euro günstiger als das weitere Angebot eines Büros in München. Eine solche Planung und Ausschreibung ist für Projekte mit einem Gesamtvolumen über 210 000 Euro zwingend vorgeschrieben.
Sollte im Zuge der Ausschreibungen ein anderes Architektenbüro als das bisherige aus Kulmbach zum Zuge kommen, dann würde sich das Vorhaben unter Umständen um ein halbes Jahr verzögern, wenn ein anderer Architekt das Schulhaus erst erkunden und neu planen müsste.