Jahresrückblick beim Förderverein des Deutschen Schustermuseums in Burgkunstadt: In Vertretung der erkrankten Vorsitzenden Sabine Heppner ließ ihr Stellvertreter Peter Heib das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren. Wegen des Altstadtfestes fand im vergangenen Jahr keine Schusternacht statt. Beim Museumssommer, an dem sich alle Museen des Landkreises beteiligen, öffnete das Deutsche Schustermuseum seine Pforten zur Schatzsuche. Ausgestattet mit Zettel und Kugelschreiber durchstreiften elf Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren das Museum auf der Suche nach den ganz besonderen Museumsschätzen. Auch beim "Tag des offenen Denkmals" war das Museum mit einer Sonderausstellung zur Entstehung der Schuhfabriken in Burgkunstadt beteiligt. Daneben kamen handgeschriebene Originale aus der Buchhaltung der damaligen Fabriken zur Ausstellung sowie diverse Ehrenurkunden von Arbeitsjubilaren.
Heib berichtete von mehreren Vorstandssitzungen, bei denen intensiv über die Weiterentwicklung und den Fortbestand des Deutschen Schustermuseums beraten wurde. In einer der nächsten Stadtratssitzungen werden hierzu konkrete Pläne vorgelegt. Im Ausblick auf 2018 wies er besonders auf die Schusternacht am 13. Juli hin. Er hob besonders hervor, dass sich erstmals in diesem Jahr die Kulturgemeinde als Partner des Fördervereins aktiv bei der Schusternacht einbringen wird. Dies sei für die Vorstandschaft eine große Entlastung und bedeute auch eine Weichenstellung für die Zukunft.


85 Mitglieder, weniger Besucher

In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer wartete Mathias Heppner mit Zahlen auf. Er berichtete, dass dem Förderverein derzeit 85 Mitglieder angehören, das sind sieben weniger als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr wurden im Museum 809 Besucher gezählt, das sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger. Dies wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass nur eine Sonderausstellung ausgerichtet wurde und der Weihnachtsmarkt nicht auf dem Marktplatz stattfand.
Nach 27 Jahren Mitarbeit wurde Museumsführerin Marlene Brom in den Ruhestand verabschiedet. Sie und ihre zu früh verstorbene Kollegin Brigitte Güttler haben seit der Museumseröffnung am 1. März 1991 das Museum geprägt und sich unermüdlich in den Dienst der Sache gestellt. Dafür überreichten Peter Heib und Geschäftsführer Mathias Heppner einen Blumengruß. Die offizielle Verabschiedung bei der Stadt Burgkunstadt hat bereits stattgefunden. Der Museumsbetrieb hat nach der Winterpause inzwischen wieder begonnen.