Diverse Bauanträge waren Gegenstand der Gemeinderatssitzung in Pinzberg. Dabei gab es eine breite Diskussion zu einem beantragten Vorbescheid zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Gosberg.
Baugrenzen, Grundflächenzahl sowie Dachneigung waren kritische Punkte, die vom bestehenden Bebauungsplan abwichen. Dazu liegt das Areal nach Meinung des Gemeinderates in einem hochwassergefährdeten Bereich.
Mögliche spätere Probleme dürften weder zu Lasten der Gemeinde oder Anlieger gehen, war eine Forderung. Hier kam ein mögliches planungsrechtliches Gutachten des Landratsamtes ins Spiel. Gemeinderat und MdL Thorsten Glauber (FW) meinte zudem, durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen wie eine wasserdichte Betonwanne könne Wasserproblemen vorgebeugt werden.
Ein zweiter Streitpunkt war das beantragte Flachdach. Zum einen herrschte die Meinung vor, Flachdächer seien heute etwas durchaus Normales in den Siedlungen. Andererseits handelt es sich hier um einen älteren Bebauungsplan. Es wäre die einzige Ausnahme dieser Art in der Umgebung.
Beide Problempunkte wie Hochwassergefährdung und Flachdach führten zu einer Ablehnung mit 5:8 Stimmen im Gemeinderat. Bei einer klarer spezifizierten Voranfrage könnte das Projekt nochmals besprochen werden.
Glatt winkte der Rat die Erlaubnis eines Teilabbruchs und Rückbaus einer bestehenden Scheune sowie Veränderung des Bestandes auf einem Grundstück in Pinzberg durch.
Keine Einwände gab es bei der Stellungnahme der Gemeinde Pinzberg zum Bebauungs- und Grünordnungsplan der Stadt Forchheim im Bereich "Pointäcker-Süd" in Kersbach.
Als städtebauliche Maßnahme sollen per Austausch und Neuanschaffung der Beleuchtungsanlage in Bahnhofstraße und Beckengasse in Gosberg 29 Lampen die bisherigen 14 ersetzen. Da sie auf LED-Basis ausgelegt sind, kann dennoch mit einem deutlich geringeren Verbrauch gerechnet werden. Entsprechende Angebote werden eingeholt.
Behandelt wurde schließlich noch der Antrag, Hundetoiletten aufzustellen. Peter Andexinger (WUB) beklagte die mangelnde Disziplin der Hundehalter und entsprechende Verunreinigung auf Dorfstraßen. Das Thema wird unter anderem in einer Klausurtagung behandelt.