Simon Albrecht Die beiden Erzieherinnen Marion Schleicher und Michaela Steinrichter haben sich in ihrer Freizeit weitergebildet und somit das Niveau der Kindertagesstätte "Pfiffikus" in Pfarrweisach angehoben. Die Kindertagesstätte ist eine der wenigen, die in der Hand einer Gemeinde sind.

Michaela Steinrichter darf ab jetzt den Titel Fachpädagogin für Wald- und Naturpädagogik in Kindertagesstätten tragen. Marion Schleicher hat als Kleinkind-Pädagogin nach einem Grundlehrgang vor zehn Jahren mit einem weiteren Lehrgang als Pädagogin "aufgesattelt".

Steinrichter hat bei der Ressourcenwerkstatt in Bamberg, einer anerkannten Einrichtung, in fünf Monaten und 80 Stunden gelernt, wie man den Kindern den Wald und die Natur erklärt. Ihre Facharbeit trägt den Titel "Auf Schatzsuche vor der Krippentür". Wiese, Wald, Bach und Garten waren die Themen, die sie in praktische Arbeit umgesetzt und dokumentiert hat. Dafür erhielt sie das Zertifikat.

Orientierung

Schleicher hat sich der Bedürfnisorientierung zugewandt, die ihr in 56 Stunden bei der Einrichtung "Movere Allegria" in Bamberg, ebenfalls einer anerkannten Institution, nähergebracht wurde. "Die Bedürfnisorientierung hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr herauskristallisiert", sagt sie und meint weiter: "Die Beziehungsorientierung dazu ist eine Grundlage", die in dem Lehrgang anschaulich gelehrt worden sei. Ihre Facharbeit trägt den Titel "Bedürfnisorientierung in der beziehungsorientierten Arbeit mit Krippen-Kindern".

Als Sahnehäubchen sozusagen gab es von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ein Zertifikat der VIVA-Studie über Entwicklungspsychologie. Mitarbeiter der Uni Bamberg hatten dazu einen Tag in der Kindertagesstätte in Pfarrweisach hospitiert und das Zertifikat erstellt.

Beide, Marion Schleicher und Michaela Steinrichter, haben die Lehrgänge in ihrer Freizeit absolviert, sind aber der Gemeinde Pfarrweisach dankbar, die die Kosten übernommen hat. "Es hat uns viel gebracht", sagen beide unisono.